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'Wutraum': Abreagieren erwünscht, unterstützt von DMB

"Die Wut des Zeitalters ist tief", so ein Zitat aus Heimito von Doderers "Die Merowinger oder Die totale Familie", das in der Bearbeitung von Franzobel im Volkstheater zur Uraufführung gelangt. Hier zu sehen: der Wutraum, offen für alle.
© DMB

Das Volkstheater installiert bis 11. September einen mobilen Wutraum im MQ zur Bewerbung der Spielzeiteröffnung "Die Merowinger oder Die totale Familie". Die Kampagne dazu stammt von Demner, Merlicek & Bergmann.

Ab sofort steht der Wutraum des Volkstheaters allen offen, die sich einmal richtig abreagieren wollen. Anlässlich der Spielzeiteröffnung mit „Die Merowinger oder Die totale Familie“ (Premiere am 11. September) lädt der Container im Haupthof des Wiener Museumsquartiers zum Zertrümmern von Porzellan, Elektrogeräten und IT-Zubehör. Die Teilnehmer sollen es so der zu explosiven Wutausbrüchen neigenden Hauptfigur Freiherr Childerich III. von Bartenbruch gleichtun „und sich dann tiefenentspannt dem Theatergenuss im Volkstheater widmen“, wie es in der Aussendung heißt.

Die Kampagne wurde konzipiert und umgesetzt von DMB: Als Boxsäcke verkleidete Menschen streifen durch die Stadt, Fassadentransparente zieren das Volkstheater und eine Social-Media-Kampagne soll die Aktivitäten abrunden. Es ist bereits die zweite Aktion im Stadtraum in diesem Jahr: Die anlässlich der Premiere von „Biedermann und die Brandstifter“ abgefackelten Konzertflügel, Autos und Sofas an exponierten Orten der Stadt haben im Jänner bereits Aufmerksamkeit erregt.

Holt den Vorschlaghammer!

Nach der Anmeldung vor Ort erhalten die Teilnehmer eine kurze Einweisung sowie Schutzkleidung und können ihrer Wut für fünf Minuten freien Lauf lassen. „Mit unserem Wutraum greifen wir eine Grundidee des Merowinger-Stoffes auf und machen sie für alle Wiener mit einem Augenzwinkern am eigenen Leibe erlebbar. Es kann gut sein, dass ich auch bei der einen oder anderen Gelegenheit zum Vorschlaghammer greifen werde, und ich lade alle herzlich ein, es mir gleichzutun“, kommentiert Volkstheater-Intendantin Anna Badora die Werbeaktion.

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