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Wie der Facebook Insights Bug jetzt eure Social Media Reports beeinflusst

Seit Mai weist Facebook falsche Zahlen in den Page Insights aus. Bezahlte Postings sind davon laut Facebook Blog nicht betroffen, und der Bug wird aktuell gerade behoben. Für Seitenbetreiber ergibt sich dadurch allerdings einiges an Erklärungsbedarf in Management-Meetings.
Folgende Bereiche sind davon unter anderem betroffen und das sind die Auswirkungen auf eure Reports:

Organische Reichweite der Seite
In der Zusammenfassung der letzten sieben und letzten 28 Tagen wurden alle User, die wiederholt erreicht wurden mehrfach gezählt. Der Rest des Dashboards ist laut Facebook nicht betroffen. Sobald der Fehler allerdings behoben ist, werden die ausgewiesenen Zahlen in der Sieben-Tage-Ansicht im Schnitt um rund ein Drittel, in der 28-Tage-Ansicht sogar um rund 55% geringer ausfallen als in den letzten Monaten.

Videos 100% angesehen
Videos werden nicht auf allen Endgeräten gleich dargestellt. Offenbar laufen gelegentlich die Tonspur und das Video selbst nicht vollständig synchron, wodurch Facebook auch die Zahl der 100% fertig angesehen Videos in den letzten Monaten nicht korrekt gezählt hat. Durch die Behebung der Messungenauigkeit wird es zu einer Erhöhung der fertig gesehenen Videos in den Statistiken von durchschnittlich 35% kommen.

Instant Articles
Seit August wurde die Verweildauer auf Instant Articles falsch berechnet. Der Bug ist zwischenzeitlich behoben, was zu einer Reduktion der Verweildauer um im Schnitt 7-8% führt.

App Referrals
Im Analytics Dashboard für Apps wurden die Verweise falsch ausgewiesen. Hier wurden offenbar Klicks zu Apps und Websites mit anderen Klicks auf Fotos und Videos im Reporting gemischt. Dadurch ist auch diese Zahl zu hoch. Für Power-User gemäß Facebook Blog um rund 6%.

Facebook arbeitet selbstverständlich an der Behebung der fehlerhaft berechneten Werte, sofern sie nicht in der Zwischenzeit bereits sogar korrigiert sind. Was bleibt ist allerdings die fehlende Vergleichbarkeit der neuen Werte mit den Zahlen der Vergangenheit. Dadurch wird es über die kommenden Monate schwierig werden nachzuvollziehen, ob Aktivitäten eine Verbesserung bringen, oder nicht. Jedenfalls für die betroffenen Bereiche.

[Michael Weberberger]

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