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Welle 1 Tirol und Lounge FM: Novak will Synergien nutzen

Florian Novak arbeitet derzeit mit Hochdruck an der gemeinsamen Zukunft von LoungeFM und Welle 1 Tirol.
© Stephan Rauch Photo

Der angeschlagene Tiroler Sender soll im Zusammenspiel mit LoungeFM wieder auf die Beine kommen. Die beiden Marken sollen einander stärken

Der kleine Privatsender Welle 1 Tirol ist vorerst über den Berg: Im Dezember wurde der Liquidationsbeschluss für alle drei Gesellschaften des Senders aufgehoben. Seither ist LoungeFM-Geschäftsführer Florian Novak auch Chef beim kleinen Tiroler Privatsender – auf Wunsch der ­Eigentümer. Er soll den Sender in die Zukunft führen. 

Und die sieht so aus: Künftig ­sollen LoungeFM und Welle 1 Tirol unter einem Dach arbeiten. "Wir streben eine Funkhaus-Lösung an", sagt Novak im Gespräch mit HORIZONT. Dafür wird LoungeFM nach Innsbruck übersiedeln und dort mit Welle 1 Tirol ein gemeinsames Headquarter beziehen. "Die redaktionelle Unabhängigkeit der beiden Sender bleibt gewahrt", betont Novak, der dennoch Synergien durch die Zusammenlegung der Standorte nutzen will. Etwa bei einer gemeinsamen Disposition für die beiden Sender. Die zwei Radios sollen einander stärken und "komplementär ergänzen", so Novak. 

Inhaltlich keine Änderungen

Bei den Sendern selbst soll es im Programm zu keinen großen Änderungen kommen, schon gar nicht bei LoungeFM. Welle 1 Tirol soll laut ­Novak professioneller werden. Die Marke an sich sei aber gesetzt, weil sie bereits seit 17 Jahren am Markt agiert und sich etabliert habe. Auch der Fokus auf eine eher junge Zielgruppe in und um Tirol soll beibehalten werden. "Das ist unser Asset von Welle 1 Tirol", sagt Novak. 

Ob es in den kommenden Wochen und Monaten zu einer Veränderung in der Eigentümerstruktur kommt, will Novak vorerst noch nicht sagen. Im Dezember kursierte das Gerücht, der neue Geschäftsführer könnte selbst Anteile am Sender übernehmen. Die APA zitierte ihn damals mit den Worten "was weiß man." Auf die Eigentümer angesprochen verweist Novak gegenüber HORIZONT auf die aktuelle Struktur (siehe Kasten unten). Änderungen will er aber nicht kategorisch ausschließen. "Natürlich bin ich laufend in Gesprächen über die Zukunft des Unternehmens." Das sei ein permanenter Dialog. Wichtig für Mitarbeiter und Hörer ist aber erstmal nur eins: Welle 1 Tirol sendet weiter. 

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