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Welche Medien nutzen Sie, Frau Ritz?

Dorothee Ritz, General Managerin von Microsoft Österreich.
© Microsoft Österreich

Österreichs Führungskräfte stehen HORIZONT Rede und Antwort zu ihrem Medienkonsum. Heute mit: Dorothee Ritz, General Managerin von Microsoft Österreich.

Welche Medien nutzen Sie privat und beruflich?

Ich versuche meinen Medienkonsum möglichst breit aufzustellen, um mir auf Basis einer breiten Informationsgrundlage meine Meinung zu bilden. Twitter und LinkedIn sind tolle Nachrichtenquellen, die ich sehr gerne nutze, weil man dadurch neue Themen und Medien entdeckt - nicht zuletzt auch spannende Blogs oder Medium-Artikel. Wenn ich unter der Woche gezielt Nachrichten lesen will, mache ich das hauptsächlich über das Tablet und Smartphone. Am Wochenende finde ich eine gedruckte Zeitung immer noch großartig. International lese ich gerne die NYT, Business Insider und die FAZ, für einen schnellen aktuellen Überblick haben wir mit MSN Nachrichten einen guten News-Aggregator im Haus. Österreichische Nachrichten konsumiere ich hauptsächlich über die Online-Portale und Apps der Tageszeitungen und Magazine, aber auch orf.at. Für lokale, aktuelle Tech- und Start-up-News lese ich die futurezone, Der Brutkasten oder Trending Topics. Ich sehe kaum mehr fern, aber wenn dann gezielt Nachrichten oder Diskussionsbeiträge über das Tablet.

Was schätzen Sie an diesen Medien besonders?

Wichtig ist für mich persönlich die Qualität. An Online-Medien schätze ich die permanente Aktualität und den leichten Zugang. Ich kann überall und jederzeit einfach darauf zugreifen. Aber wie gesagt, die Haptik einer Wochenendzeitung aus Papier neben Brötchen, Müsli und Kaffee ist immer noch etwas Besonderes.

Welchen Einfluss haben die Informationen aus den Medien auf Ihre Entscheidungen?

Medien bilden meinen Blick auf den Markt beziehungsweise die unterschiedlichen Branchen und Märkte, in denen Microsoft und seine Kunden aktiv sind. Sie sind auf jeden Fall ein elementarer Bestandteil meiner Entscheidungsgrundlagen. Nicht zuletzt werden die medial vermittelten Infos ja auch immer unmittelbarer, wenn CXOs und Business Entscheider ihre Nachrichten und Meinungen nun direkt, zum Beispiel über LinkedIn Pulse, verbreiten. Die neuen Medien liefern hier manchmal sehr spezifische und kleinteilige Marktinformationen, die Entscheidungen beeinflussen können und zudem eine gezielte Kundenansprache für uns ermöglichen.

In welchen Bereichen sollten Medien Ihrer Meinung nach besser werden?

Die grundsätzlichen Anforderungen an den Qualitätsjournalismus haben sich auch mit den Neuen Medien nicht verändert. Gerade in Zeiten von Fake News und einer generellen Vertrauenskrise hat Journalismus hier eine besondere Bedeutung und verantwortungsvolle Rolle. Qualitätsmedien stehen aber natürlich aktuell vor der großen Herausforderung, ihr Business Modell in Zeiten der Digitalisierung auf die Reihe zu bekommen. Das ist eine große Herausforderung, aber ich bin zuversichtlich, dass die digitalen Helden der Medienbranche mit Mut und dem Willen zur Veränderung die digitale Transformation gut durchlaufen werden.

Wie werden in Ihrem Unternehmen Medieninhalte konsumiert und geteilt?

Ausschließlich digital. Wir teilen intern die meisten unserer Medieninhalte über unser soziales Business Netzwerk Yammer, natürlich im One-to-one auch mal über Skype oder in Projektteams über Microsoft Teams. Nach extern verbreiten wir Inhalte vorwiegend über Twitter, LinkedIn und Facebook.

Wie stark hat Ihre Onlinenutzung von Medien in den vergangenen Jahren zugenommen?

Sehr stark. Magazine lese ich fast nur noch beim Arzt oder im Flugzeug.

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