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Weinstein-Verkauf erneut geplatzt

Weinstein Firmensitz in New York
© APA / AFP

Nach einem neuerlichen Rückschlag droht der Produktionsfirma des Hollywood-Moguls Harvey Weinstein der Bankrott.

"Enttäuschende Informationen" lassen den Verkauf der Weinstein Company erneut platzen. Die Investorengruppe unter Leitung von Maria Contreras-Sweet teilte am Dienstag mit, die Produktionsfirma von Hollywood-Mogul Harvey Weinstein nun doch nicht kaufen zu wollen. Nach sorgfältiger Prüfung, die "enttäuschende Informationen" zu Tage lieferte, nannte Contreras-Sweet die Transaktion "nicht machbar".

Der New York Times zufolge stießen die potenziellen Käufer auf bisher unbekannte Schulden der Weinstein Company in Höhe von 55 bis 65 Millionen Dollar. Das Angebot der Investorengruppe lag Berichten zufolge bei 500 Millionen Dollar. Mit dem Rückzieher wird ein Bankrott der Produktionsfirma wieder wahrscheinlich.

Contreras-Sweet deutete der APA zufolge allerdings die Möglichkeit an, im Rahmen eines Konkursverfahrens Anteile an der Weinstein Company zu übernehmen. "Ich glaube, dass unsere Vision von einem von Frauen geführten Filmstudio immer noch die richtige Vorgehensweise ist", erklärte sie. Unter US-Präsident Barack Obama war sie für kleine und mittelständische Unternehmen zuständig. Sie führte bereits seit dem Herbst Verhandlungen mit der Weinstein Company. Vergangenen Monat stand eine Übernahme der Weinstein Company, gegen deren Gründer Harvey Weinstein zahlreiche Missbrauchsvorwürfe laut wurden, durch ihre Gruppe schon einmal kurz bevor. Gegen das Unternehmen selbst läuft derzeit eine Klage. Man habe Mitarbeiterinnen nicht ausreichend vor sexueller Belästigung geschützt, meint der New Yorker Staatsanwalt Eric Schneiderman. Auch das erschwert einen Verkauf.

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