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Vom Monster zum Millionär

Barbara Klinser-Kammerzelt ist FH-Dozentin am Department Medien und Wirtschaft der FH St. Pölten mit Fokus auf Digital Marketing.
© Markus Wache

FH-St.-Pölten-Dozentin Barbara Klinser-Kammerzelt hat bei den HORIZONT Marketing Days die Kraft des Storytellings vor Augen geführt und ein sieben-Schritte-Rezept präsentiert.

"Geschichten berühren uns, deshalb sind sie auch für Marken und Unternehmen relevant", betonte Klinser-Kammerzelt. Doch Storytelling ist nicht gleich Storytelling. Erzählmuster könnten die Persönlichkeitsentwicklung spiegeln und den Konsumenten daher so mitreißen. Dass nicht jeder Mensch gleich ist, liegt auf der Hand - die Marketingexpertin präsentierte dazu sieben verschiedene Erzählmuster. Geradlinig verlaufe keines von ihnen, immer wieder wandle sich die Dramaturgie mit sowohl Höhen- als Tiefpunkten. Das Streaming-Zeitalter ließe schließlich auch das Storytelling in der Werbung nicht kalt.

Ein sowohl in Film als auch Marketing bewährtes Erzählmuster sei dabei der Kampf Gut gegen Böse beziehungsweise die Devise "Das Monster überwinden". Hollywood-Produktionen wie "Der weiße Hai"würden es vormachen. Weiteres beliebtes Muster: Vom Tellerwäscher zum Millionär - inklusive eines steinig inszenierten Wegs zum Erfolg. Gerade für die Unternehmenskommunikation eigne sich die Suche oder Mission, à la Hornbach-Spots mit dem Claim "Es gibt immer was zu tun". Das klassische Erzählmuster von Aschenputtel, die Reise in eine fremde Welt sowie die spätere Rückkehr, eigne sich ebenfalls für packendes werbliches Storytelling; wie auch die Wiedergeburt à la Star Wars. Als weitere Muster nannte Klinser-Kammerzelt die Komödie und Tragödie.

Die Technologie schaffe indes viele neue Möglichkeiten, dennoch solle man dabei die Basis hinter dem Storytelling nicht vergessen, mahnte die FH-Dozentin ein. Auf jenem Konstrukt könne schließlich die Personalisierung aufbauen.

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