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Vier Growth-Hacking-Trends für Marketing im Jahr 2019

Dominik Meyer, Head of Growth bei Hackabu, rät Unternehmen zu Micro-Influencern, Chatbots, Bewegtbild und Website-Individualisierung.
© Gerry Mayer-Rohrmoser

Der Jahreswechsel steht im Zeichen der Rück- und Vorschauen - auch für den heimischen Growth-Hacking-Spezialisten Hackabu, der vier digitale Marketingtrends ausmacht, die Unternehmen im Jahr 2019 Wachstum versprechen.

Für die im gesamten D-A-CH-Raum präsente Growth-Hacking-Company Hackabu und deren Head of Growth, Dominik Meyer, zeichnen sich für das anbrechende Jahr vier Trends im Digitalmarketing ab, die "Unternehmen auf keinen Fall unbeachtet lassen sollten", darunter das Marketing per Micro-Influencer. Empfohlen wird, bewusst nach Influencern mit einer Reichweite unter 10.000 - umso aktiveren und treueren - Followern Ausschau zu halten, die in Nischen professionell tätig und erfolgreich sind. Das könne ein "idealer Weg, für Unternehmen sein, ihre Produkte schnell und kostengünstig an die richtige Zielgruppe zu bringen". Micro-Influencer Marketing habe "großes Potenzial, das klassische Influencer-Marketing 2019 vom Thron zu stoßen", da dieses durch zu hohe Werbedichte in den Postings zusehends an Glaubwürdigkeit, Interaktion und somit Wirksamkeit verliere. 

Als zweiten Trend macht Hackabu Chatbots aus, da diese inzwischen technisch ausgereift genug seien, um ihre Vorteile ausspielen zu können: Interaktion mit potenziellen oder Bestandskunden in Echtzeit, und das Bereitstellen exakt jener Informationen, die deren Interessen entsprechen. Im Vergleich etwa zu Newsletters würden Chatbots "Öffnungsraten von 90 Prozent und Klickraten von 40 Prozent und höher" erreichen, wird ins Treffen geführt. Auch seien die Lead-Preise für Emailadressen von Kunden viel geringer als im herkömmlichen Marketing. Als Tipp werden die Facebook-Messenger-Bots Manychat und Chatfuel genannt, die auch fast ohne Programmierkenntnisse bedient werden könnten. Vorsicht sei dabei allerdings geboten, da nur gelungene und "menschliche" Kommunikation mit Bots zum positiven Feedback von Kunden führe.

Bewegtbild über alles?

Trend Nummer drei ist weiterhin das Bewegtbild, das von Hackabu als weiterhin wachsendes Phänomen eingestuft wird: "Für immer mehr User bewegt sich der bevorzugte Weg, um Informationen zu erhalten vom Text hin zum Video". Als effizienter und zudem kostengünstiger Weg werden dabei Interview-Formate empfohlen. Auch Einstiegsvideos bei Websites und/oder Newsletters seien ein zusehends wichtiger Bestandteil des Brandings und der Kundenbindung, auch weil Videos leichter „on-the-go” zu konsumieren seien als lange Artikel.

Als vierter und letzter Trend wird zu Kundensegmentierung, basierend auf der Website-Aktivität, geraten - also die Abstimmung der Online-Präsenz auf "Kriterien wie Demografie, Lebensstandard, Einkommen, Interessen und persönlicher Orientierung". Hackabu räumt ein, dass das eine "aus Marketingsicht relativ komplexe" Aufgabe sei. Die Möglichkeit, solchermaßen "personalisierte" Erlebnisse beim Online-Teil der Customer Journey anbieten zu können, lohne jedoch den Aufwand. Und nicht zuletzt mache die Entwicklung hin zur individuellen Kundenansprache "deutlich, dass das Zeitalter der Massenmedien und-vermarktung so gut wie vorbei ist".