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VGN: Pirker zog Kurier-Option zu "überschaubarem Kaufpreis"

Horst Pirker
© Ricardo Herrgott

Horst Pirker, Chef und Eigentümer der jüngst auf schlicht VGN umgetauften Verlagsgruppe News, hat die Option auf die "Kurier"-Anteile "für einen überschaubaren Kaufpreis" gezogen. Das sagte er den "Salzburger Nachrichten".

Seinen Aussagen zufolge liefen aber "Gespräche darüber, den 'Kurier' wieder als Gesellschafter aufzunehmen". Seit Juni steht der "Kurier" nicht mehr als Miteigentümer im Firmenbuch. Pirker hält nun 75 Prozent, die Familie Fellner die restlichen 25 Prozent. Thomas Kralinger, Geschäftsführer der Tageszeitung, will diese Eintragung aber rechtlich bekämpfen, sagte er schon im Juni dem "Standard".

Er habe "von Anfang an" vom "Kurier" erwartet, "dass er seinen Teil an den Altlasten deckt", sagte Pirker den SN. Da das "nie umgesetzt worden" sei, "habe ich eine Option gezogen, die es mir ermöglicht hat, die Anteile für einen überschaubaren Kaufpreis zu übernehmen". Er habe den "Kurier" nie "rausdrängen" wollen, betonte er. "Aber wieso soll ich mir die Komplexität eines weiteren Gesellschafters antun, wenn dem nichts gegenübersteht?" Gespräche über einen Wiedereinstieg liefen aber, der Rechtsweg finde über ein Schiedsgericht statt.

2017 habe die VGN einen "bescheidenen Gewinn" erwirtschaftet, bestätigte Pirker. Er rechnet auch für 2018 mit schwarzen Zahlen und für 2019 mit einem echten Turnaround - "Gesundheit" nach Jahren auf der "Intensivstation" und der derzeitigen "Rekonvaleszenzphase", wie er es darstellt. "Deshalb haben wir auch die Freiheit, Angebote, in die Gruppe einzusteigen, nicht weiterzuverfolgen." Solche habe es aus Österreich gegeben, sagte Pirker auf Nachfrage.

Was das Schicksal von "News" betrifft, sei der Verlust zwar "signifikant gesunken", der Leserzuspruch "dramatisch" gestiegen, "bei den Reichweitendaten sind wir aber immer noch auf einem unerfreulichen Weg", erklärte der Medienmanager. "Um das zu ändern, werden wir nochmals an allen Stellschrauben drehen. Dieses Projekt wird uns das zweite Halbjahr 2018 schwerpunkthaft begleiten."

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