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'Unrating Vienna': WienTourismus-Kampagne gegen Bewertungs-Inflation

© Vienna Tourist Board/Tom Hanslien

Weniger stark von Online-Bewertungen steuern lassen, dafür mehr vom Urlaub haben: Mit seiner aktuellen Kampagne möchte WienTourismus sein Publikum in Deutschland und Großbritannien mit einem Augenzwinkern anregen, individueller zu reisen und sich dabei nicht zu sehr von anderen beeinflussen zu lassen.

„Online-Bewertungen sind grundsätzlich eine tolle Sache, helfen sie doch, in einer komplexen Welt Orientierung zu finden“, erklärt Tourismusdirektor Norbert Kettner. Somit sei die Kampagne auch kein Fingerzeig dagegen. „Dass Onlinebewertungen bei der Suche nach Entspannung und individuellen Genussmomenten nicht immer der richtige Weg sind, thematisieren wir im Rahmen der aktuellen Wien-Kampagne mit einer Portion Humor. Sie soll einen Denkanstoß geben und zur Diskussion auf gesellschaftlicher Ebene beitragen“. Umgesetzt wurde die Kampagne erneut von Wien Nord - Now.

'Schnitzel ohne Tunke'

Die Kampagne läuft den ganzen Juni in Hamburg und London auf unterschiedlichen Kanälen. Rund 220 City-Lights oder Screens in Hamburgs Zentrum und an Verkehrsknotenpunkten der Stadt sowie 180 Plakate und Screens in Londons U-Bahn- und Busstationen zeigen auf das jeweilige Land abgestimmte Sujets mit schönen Urlaubsmomenten, Orten oder Objekten, die aber mit negativen und polarisierenden Bewertungen von Usern versehen wurden. Deren Namen wurden zwar geändert, die Kommentare basieren allerdings auf echten Bewertungen. So wird die Bootsfahrt auf der alten Donau als langweilig bewertet, das Wiener Schnitzel wird aufgrund fehlender Tunke, der Ausblick auf Schloß Schönbrunn aufgrund des üppigen Rasens kritisiert.

Auf der Kampagnen-Website unrating.wien.info, Facebook und Instagram, bei Schaltungen direkt auf TripAdvisor und via Adressable TV soll mittels #UnratingVienna eine länderbergreifende Diskussion angefacht werden. Zusätzliche Aufmerksamkeit will WienTourismus von 6. bis 8. Juni vor Ort in Wien generieren, in Kooperation mit dem Leopold Museum und dem MuseumsQuartier: So hat sich das Leopold Museum dazu bereit erklärt, seine kritischsten und absurdesten Bewertungen in überdimensionaler Größe auf die Außenwand des Museumsgebäudes zu projizieren,

 

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