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Trauer um Hansjörg Wachta

„Bestseller“-Mitbegründer starb nach schwerer Krankheit

In der Nacht zum Donnerstag, den 21. Februar 2013, verstarb Dr. Hansjörg Wachta, nach schwerer Krankheit.

Hansjörg Wachta, Jahrgang 1940, war Kommunikator und Medienmensch mit Leib und Seele. Er begann als Journalist bei der "Mödlinger Zeitung" und machte sich dann während seiner 17 Jahre bei der Tageszeitung "Kurier" vor allem als Sportjournalist einen Namen. 1980 gründete er gemeinsam mit Hans-Jörgen Manstein das Magazin "Bestseller", als dessen Co-Herausgeber er bis zuletzt fungierte. Gemeinsam mit seiner Gattin Renate betrieb er die PR-Agentur Wachta & Partner (vormals Dr. Hansjörg Wachta GesmbH). Wachta gehört zu den Gründervätern des Public Relations Verband Austria und fungierte auch jahrelang als dessen Präsident. Ohne sein Engagement und sein Mitwirken in der Gründungsphase hätte es diesen Verband nie gegeben.

Zeit seines Lebens war Hansjörg Wachta ein Vertreter der reinen PR-Lehre, der seine Kunden auch dahingehend beriet, sich nur an die Öffentlichkeit zu wenden, wenn es die Geschichte auch wert ist. Mit großem Misstrauen betrachtete er die Spin-Doktoren-Tendenzen, mit denen er persönlich - als besonders geradliniger Mensch - nichts anfangen konnte. Das Wort Transparenz hätte von ihm erfunden sein können; er pflegte ein großes Netzwerk an Journalistenkontakten, aber er "benutzte" sie nie. Seine zuverlässige und vor allem zurückhaltende Art wurde von seinen langjährigen Kunden ebenso geschätzt wie von den Journalisten. Seine journalistische Erfahrung konnte er in die langjährige Arbeit als Öffentlichkeitsarbeiter einbringen. Und zwar mit Humor und der notwendigen Distanz. Die Entscheidung, die Agentur als reinen Familienbetrieb zu führen, hat er nie bereut. Wachta stand eben niemals unter Kostendruck, musste niemals Aufträge um jeden Preis annehmen und bot seinen Kunden immer Chefbetreuung. Die Beziehung zu seinen Kunden war daher auch immer etwas ganz Besonderes.

Er war einer der liebenswertesten und humorvollsten Vertreter der PR-Agenturszene, schon lange bevor man diese so nannte. Seine humorvoll-kritische Distanz zum gelegentlichen Tun seiner Kollegen war ebenso stadtbekannt wie sein stets griffbereites Notizbuch, in dem die jüngsten bei Urbanek am Naschmarkt kolportierten Witze verzeichnet waren.

Seine schwere Krankheit meisterte Wachta mit bewundernswertem Elan, mit viel Optimismus und Disziplin. Seine privaten Leidenschaften - Kochen und Tennis, beides auf höchstem Niveau - pflegte er mit seinem Freundeskreis, dem er ein zuverlässiger Partner war, bis zum Schluss.

Der Manstein Verlag verliert mit Hansjörg Wachta einen Wegbegleiter, der nicht zu ersetzen ist. Wir trauern um ihn und sind in Gedanken bei den Hinterbliebenen.

Hans-Jörgen Manstein, Dagmar Lang, Milan Frühbauer und Sebastian Loudon

2 Kommentare

  • Thomas Appl
    Wirklich, sehr, sehr schade, dass Dr. Wachta von uns gegangen ist. Ich kann diese Zeilen nur voll inhaltlich bestätigen. Mein aufrichtiges Mitgefühl für die Familie. Thomas Appl
  • Marion Fugléwicz-Bren
    Tief erschüttert. Was mir zu ihm einfällt? Menschlichkeit, Ethos, Niveau - sprachlich, menschlich, inhaltlich. Mein Lehrer im WU-Werbelehrgang. Einer meiner Lieblingsreferenten in meinem eigenen PR-Lehrgang. Mein tiefes Mitgefühl für die Familie. Ein schm

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