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„tfactory Jour Fixe“: Wie man junge Zielgruppen erreicht

Die Jugend von heute: Segmentiert in unzählige Untergruppen, die unterschiedlich angesprochen werden möchten. Aber jedenfalls über das Smartphone.
© Mirko/Adobe Stock

Jugendkommunikations-Experte Matthias Rohrer gab Einblicke in „Digitales Jugendmarketing: Kommunikations- und Informationstrends in jungen Zielgruppen“

Die eine Jugend gibt es nicht. Influencer sind glaubwürdig. Life-Streaming schafft Emotionen. Diese drei Aspekte sollte man im Digitalen Jugendmarketing beachten, geht es nach tfactory, dem Wiener Institut für Jugendmarktforschung und Jugendmarketing. Anfang der Woche präsentierte der Jugendkommunikations- und Social-Media-Experte Matthias Rohrer beim „tfactory Jour Fixe“ im Institut in der Alserbachstraße Einblicke, wie man mit digitalen Kommunikationsstrategien junge Zielgruppen bestmöglich erreicht.

Trend Nummer 1: Jugendliche Erwachsene segmentieren sich in unzählige Untergruppen, man denke etwa an die aktuelle Hipsterbewegung. Die „eine“ Jugend gibt es nicht, genauso wenig die „eine“ Art der Kommunikation. „So klein die Subkultur auch sein mag, im Internet gibt es zahllose Angebote für jede denkbare Vorliebe, und sei sie auch noch so obskur“, so Rohrer. Sein Fazit: Erfolgsorientiertes strategisches digitales Marketing orientiert sich an den inhaltlichen und örtlichen Vorlieben der Zielgruppe. Zentrales Kommunikationsgerät ist das Smartphone.

(Bewegt-) Bildzentrierte Plattformen haben Facebook bei den Unter-18-Jährigen als Leitmedium zudem abgelöst. Der ehemalige Social-Media-Vorreiter belegt unter den meist genutzten digitalen Angeboten nur mehr Platz drei, hinter Youtube auf Platz eins und WhatsApp auf der zwei. Instagram und Snapchat bilden das Schlusslicht, wobei auffällt: Je jünger die Zielgruppe (16 bis 19 Jahre), desto beliebter sind auch Instagram und Snapchat.

Trend Nummer 2: Was früher die Popstars waren, sind heute die Influencer. Sie sind die Vorbilder der Generation Smartphone (Unter-18-Jährige). Deren Stars fände man nicht mehr im Hauptabendprogramm, resümiert Rohrer. Die Social-Media-Posts der Influencer und darin empfohlenen Marken und Produkte genießen eine besonders hohe Glaubwürdigkeit. Wenn es in der Menge an Influencern auch immer mehr kurzlebige Markenbotschafter gibt.

Trend Nummer 3: Live-Streams – laut Rohrer die „kreative Spielwiese für Marken- und Unternehmenskommunikation“. Live übertragene Events auf Youtube und Co. sorgen der Studie zufolge für ein neues persönliches Markenerlebnis in den jungen Zielgruppen: „Sie schaffen ein hohes Maß an Identifikation und transportieren Emotionen direkt in das Wohnzimmer junger Zielgruppen.“

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