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Tamedia-Bilanz: Gewinnsprung dank Sondereffekten

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Der Betriebsertrag der Schweizer Mediengruppe sank um drei Prozent, der Reingewinn stieg aber dennoch um 39,1 Prozent - maßgeblich aufgrund von Sondereffekten.

Der Betriebsertrag des Schweizer Medienhauses sank im vergangenen Geschäftsjahr um 3,0 Prozent oder 30,6 Mio. Schweizer Franken (CHF) auf 974.2 Mio. CHF. Den Rückgang des Betriebsertrages führte Tamedia in einer Pressemitteilung "auf den strukturellen Rückgang im Kerngeschäft Publizistik" zurück. Die Print-Werbeumsätze gingen im Vorjahresvergleich um 35 Mio. CHF zurück.

Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) stieg dennoch an - "insbesondere aufgrund eines tieferen versicherungsmathematischen Vorsorgeaufwandes" - um 44,2 Mio. CHF oder 22,0 Prozent auf 245,2 Mio. CHF. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg in der Folge um 59,3 Prozent oder 67,3 Mio. CHF und liegt neu bei 180,7 Mio. CHF. Ein Teil der Zunahme sei auf tiefere Abschreibungen aufgrund einer verlängerten Nutzungsdauer der Druckzentren zurückzuführen.

Das Ergebnis 2017 liegt mit 170,2 Mio. CHF um 39,1 Prozent oder 47,9 Mio. CHF über dem Vorjahreswert von 122,3 Mio. CHF.  Ohne Berücksichtigung dieser Sondereffekte liege das Ergebnis immer noch 21,5 Prozent oder 24,0 Mio. CHF über dem Niveau des Vorjahres, betonte Tamedia.

Pietro Supino, Verleger und Verwaltungsratspräsident von Tamedia meinte: "Mit der neuen Organisation unserer Tageszeitungen sind wir sehr gut aufgestellt, um in einer sich wandelnden Medienwelt weiterhin guten Journalismus leisten zu können. Das ist und bleibt der Kern unseres Familienunternehmens. Gleichzeitig haben wir die Grundlage für neue Angebote und ein zukünftiges Wachstum gelegt."

CEO Christoph Tonini, CEO von Tamedia, kündigte an, das Angebot des Medienhauses weiter auszubauen: "Dank den Investitionen der letzten Jahre können wir heute bezüglich Reichweite in der Schweiz mit den internationalen Wettbewerbern mithalten. Darauf wollen wir aufbauen und unseren Werbekunden in Zukunft gemeinsam mit Neo Advertising (Out-of-Home) und Goldbach (TV, Radio und Digital) ein 360-Grad-Angebot bieten."

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