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Storytelling: Die Kunst, Geschichten zu erzählen

Speaker des Abends: Andreas Tatzreiter (COO Warda Network), Sabrina Oswald (Managing Partner Futura), Johanna Kriks (CEO textlust, Regisseurin und Videoproduzentin Storydriver) und Martin Bredl (Managing Partner Take Off PR).
© Benedikt Weiss

Event #1 der Marketing Natives: „Let your Brand be the Story“ ging am 3. März in der Universität Wien über die Bühne

Die Marketing Natives (powered by DMVÖ), eine Nachwuchsplattform für junge Marketing-Experten, luden am 3. März zu Event #1 mit dem Themenschwerpunkt "Let your Brand be the Story" in den Großen Festsaal der Universität Wien. Rund 350 Besucher folgten der Einladung und konnten von vier renommierten Speakern und Storytellern mehr über die vielfältigen Möglichkeiten des Storytellings und darüber, wie aus einer Marke eine unvergessliche Geschichte wird, erfahren. Zum Auftakt des neuen Eventjahres stellte sich auch das neue Team der Marketing Natives vor (HORIZONT berichtete).

Geschichten erzählen, die Menschen lieben

Als erste Vortragende des Abends hob Johanna Kriks (CEO textlust, Regisseurin und Videoproduzentin Storydriver) hervor, dass gutes Storytelling aus drei Zutaten besteht: Talent, Magie und Handwerk. Geht es nach Kriks, müsse eine Geschichte leicht wiederzugeben sein, brauche einen Helden, ein Ziel sowie ein Hindernis und habe einen Mentor (bei dem es sich im Marketing um das Produkt oder die Dienstleistung handelt), der dem Helden hilft. Last but not least: Jedes gute Storytelling habe eine wahre Kernaussage. Daraufhin präsentierte Kriks Praxisbeispiele von besonders gelungenen Umsetzungen des Geschichtenerzählens.

Die USA hat bei Storytelling die Nase vorn

Martin Bredl (Managing Partner Take Off PR) griff in seinem Vortrag die Stichworte "Held" und "Mentor" seiner Vorrednerin auf und betonte, dass in der Geschichte immer der Kunde der Held sei. Wer gutes Marketing mache, sei nie der Held, sondern der Mentor. Darüber hinaus verdeutlichte er anhand einer Geschichte, dass Österreich gegenüber den USA in der veränderten Marketing- und PR-Branche bei Storytelling und Content Marketing noch deutlich hinterher hinkt.

Informationen müssen emotional berühren

Sabrina Oswald (Managing Partner Futura) hob die Masse an Informationen hervor, die durch die soziale Verknüpfung entstanden sind, durch die sich aber gleichzeitig auch mehr Möglichkeiten entwickelt haben. Damit Menschen Informationen über ein Produkt aufnehmen und eine Bindung zum Produkt aufbauen können, müsse man Oswald zufolge emotionale Codes verwenden – das gelinge durch Storytelling. Zusätzlich brauche jede gute Geschichte aber auch einen Konflikt, der dafür sorge, dass dem potentiellen Konsumenten das Thema nahegeht. Mittlerweile würden auch große Unternehmen – wie Google und Coca-Cola – auf einen Konflikt wie Naturkatastrophen oder Homophobie setzen.

Unser Daumen trifft die Entscheidung

Unsere DNA, unsere Gene und unser Blut seien dafür verantwortlich, dass Menschen sich Geschichten erzählen, ist Andreas Tatzreiter (COO Warda Network), der letzte Vortragende des Abends, überzeugt. Er sprach davon, dass man sich heutzutage in einem "digitalen Daumenkino" befinde: Neben dem Smartphone, das als Leitmedium darüber entscheide, ob man eine Geschichte wahrnimmt oder nicht, trifft die Letztwahl unser Daumen, der sich in der heutigen Zeit knapp einen Kilometer pro Tag bewege.

Bevor der Abend schloss und bei Buffet und Getränken einen entspannten Ausklang fand, mussten alle vier Vortragenden noch eine Challenge absolvieren. Dabei wurden sie aufgefordert, das Publikum innerhalb von 30 Sekunden für das Thema "Mobile Commerce" zu begeistern.

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