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So funktioniert das Strategiemodell „Communication Cockpit“

Das von Friedacon entwickelte Modell will Social Media Marketing vereinfachen

Die Aufgaben denen sich Unternehmen im Zusammenhang mit Social Media Marketing zu stellen haben sind vielfältig. Inhalte wollen produziert und verteilt werden, ein aktiver Austausch mit der Community gilt als Optimum, all das soll in Kennzahlen ausgedrückt werden und bestenfalls auf die eigene Marke einzahlen. Im Alltagsgeschäft gehen da einzelne Aufgaben schnell unter.

Solides Haus als Sinnbild für eine stabile Social Media Strategie

Das Friedacon Communication Cockpit will hier eine Hilfestellung anbieten. Das Strategiemodell setzt auf eine bewährte Darstellungsform: nämlich ein Haus. Entwickelt wurde das Modell vom Linzer Blogger und Social Media Experten Daniel Friesenecker. Die Grundidee hinter dem Modell ist einfach erklärt. Die Marke und damit verbunden die Ziele einer Marke stellen das Dach der Strategie dar. Hier finden alle weiteren Aktivitäten ihren Ursprung. Das Dach wird von einem soliden Fundament (Ressourcen, Know How, Budget) und vier Säulen (Content, Community, Seeding und Erfolgsmessung) getragen.
Um eine solide, widerstandsfähige Strategie zu entwickeln, müssen diese vier Säulen auf gleiche „Bauhöhe“ kommen, ein Ungleichgewicht ist zu vermeiden da dadurch die Stabilität innerhalb des Strategiegebildes negativ beeinflusst wird.
Außerdem wirken von außen zwei Kräfte aus operativer Umsetzung und strategischer Planung auf das Strategiegebäude. Diese beiden Kräfte müssen Zug und Gegenzug ausüben und tragen zu zusätzlicher Stabilität der Stabilität bei.

Gleichgewicht sorgt für solide Strategie

Daniel arbeitet seit 2011 an diesem Modell, das mit Checklisten, Fragebögen und einem Punktemodell hinterlegt ist. Dadurch lassen sich die „Bauhöhen“ der einzelnen Säulen, die in der Detailbearbeitung in weitere Bausteine unterteilt sind, schnell erfassen und wichtige Fragen im Zusammenhang mit der Strategieentwicklung werden verlässlich erfasst.
Ein Beispiel zum besseren Verständnis: Hat ein Unternehmen also noch kaum Inhalte für das Social Web erstellt, oder kann die ständige Produktion von Content nicht gewährleisten, wird es wenig Sinn machen vermehrt Aktivitäten in Seeding zu setzen, auch wenn das Budget vorhanden ist. Die beiden Säulen befinden sich in diesem Fall nicht auf gleicher Höhe. Unbestritten werden kurzfristige Erfolge über die Schaltung von Werbeanzeigen möglich sein, nachhaltiger Erfolg im Social Media Marketing bedingt entsprechend dem Communication Cockpit aber, dass beide Säulen gleich gut gepflegt werden.

Aufgabenteilung in klassischen Hierarchien

Allzu oft ist es in Unternehmen noch gängige Praxis, dass Social Media Marketing relativ ungeplant und aktionistisch passiert, oder einmal ein Weg vorgegeben wird und dann nur mehr operativ gearbeitet wird. Das will das Modell verhindern. Die Strategie - die üblicherweise durch Entscheider getrieben wird - und Umsetzung – die üblicherweise durch Mitarbeiter getrieben wird - sind gleichberechtigt berücksichtig und es ist klar festgelegt, welche Aufgaben welcher der beiden Kräfte zuarbeiten. Damit sind Verantwortungen klar geregelt, und in klassisch strukturierten Unternehmen wird auch die Entscheider-Ebene aktiv miteinbezogen. Die einfache und weitgehend bekannte Haus-Darstellung des Communication Cockpits soll dafür sorgen, dass das Modell einfach zu vermitteln ist.

[Michael Weberberger]

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