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Sky: Neue Streamingplattform für Österreich

Die Bundesligarechte haben sich erhšht
ARCHIV - Fußball: Bundesliga, RB Leipzig - 1899 Hoffenheim, 18. Spieltag am 28.01.2017 in der Red Bull Arena, Leipzig (Sachsen). Der Pay-TV-Sender Sky Deutschland hat zuletzt mehr Zuschauer angelockt. (zu dpa «Mehr Zuschauer, mehr Umsatz: Sky Deutschland wächst weiter» vom 25.01.2018) Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Die Bundesligarechte haben sich erhšht
© APA (Symbolbild/dpa)

Durch die IP-basierte Übertragung wird für den Empfang kein Sat-Anschluss nötig sein, heißt es vom Unternehmen. Sky gewinnt dem Erfolg von Online-Videodiensten wie Netflix auch positive Seiten ab.

Der Bezahlsender Sky hat im Rahmen der Bilanzpräsentation für Österreich eine neue Streamingplattform angekündigt."Wir werden unseren ersten vollständig IP-basierten Service in Österreich ausrollen", kündigt der Sky Group Chief Executive Jeremy Darroch an: Zum Empfang werde damit kein Sat-Anschluss nötig sein, betont er. Der Konzern, der die Exklusivrechte an der Österreichischen Bundesliga ab der Saison 2018/19 erworben hat, erhofft sich dadurch neue Wachstumsmöglichkeiten.

Sky Deutschland gewinnt dem Erfolg von Online-Videodiensten wie Netflix positive Seiten ab. Zwar sei der kostenpflichtige Streaming-Dienst ein ernstzunehmender Wettbewerber, sagte Sky-Deutschland-Chef Carsten Schmidt am Donnerstag zu Reuters. "Netflix hilft uns aber, den Markt zu entwickeln", erklärte Schmidt. "Wir sind lieber Marktführer unter mehreren Anbietern, als dass wir die einzigen sind." Netflix war in Deutschland 2014 gestartet und stellt weltweit mit 118 Millionen Abonnenten auch selbst Online-Konkurrenten wie den Videodienst von Amazon in den Schatten.

Gute Geschäfte

Der Pay-TV-Sender Sky hat zuletzt mehr Zuschauer angelockt. Die Zahl der Abonnenten in Deutschland und Österreich wuchs im vergangenen Halbjahr von 5 auf 5,2 Millionen, der Umsatz legte um 8 Prozent auf 1,14 Milliarden Euro zu, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Das Betriebsergebnis von Sky Deutschland (inklusive Österreich) lag mit 39 Mio. Euro um sechs Mio. Euro unter dem Vorjahr. Das hat seinen Grund auch in den erhöhten Kosten für die Bundesligarechte in beiden Ländern.

Auch der Mutterkonzern Sky in London wächst - nicht zuletzt dank der deutschen Tochter. Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2017/18 legte die Kundenzahl um 365.000 auf 23 Millionen zu, der Umsatz stieg um 5 Prozent auf 7,7 Mrd. Euro. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) kletterte um 10 Prozent auf 1,1 Mrd. Pfund (knapp 1,3 Mrd. Euro). Rupert Murdochs 21st Century Fox, bereits mit 39 Prozent an den Briten beteiligt, will das Unternehmen komplett übernehmen. Das britische Kartellamt hat Bedenken geäußert und will im März entscheiden.

Sky kämpft seit Jahren damit, dass die Deutschen von einer Vielzahl frei zu empfangender Programme im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und bei den privaten Senderketten ProSiebenSat.1 und RTL verwöhnt sind. Sie sind deshalb nicht so leicht für Bezahlangebote zu gewinnen wie beispielsweise britische Zuschauer. Der europäische Konzern, zu dessen größten Märkten auch Großbritannien und Italien zählen, sieht in Deutschland noch Aufholpotenzial. Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahrs 2017/18 gewann Sky Deutschland netto 200.000 Kunden hinzu und stellt nun mehr als fünf Millionen der europaweit 23 Millionen Kunden.