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'Setzt du die Tricks nicht ein, die nicht verboten sind, kommst du nicht weit'

Thomas Kriebernegg (App Radar), Adin Heric (Shpock) und Philipp Wolschner (AppJump), v.l.
© Johannes Brunnbauer

Wie man sich am besten um Apps kümmert, damit sie weiterhin gefunden und heruntergeladen werden, und wie man die Grauzonen der App Stores am besten ausnützt, wurde beim Werbeplanung.at-Summit 2018 Panel 'App Store Optimization' erörtert.

„Es gibt derzeit über sieben Millionen Apps, und somit eine größere Anzahl als Filme“, erklärt Thomas Kriebernegg, CEO und Mitgründer von App Radar, mit der er bis dato selbst bereits 10.000 Apps optimiert hat. Eine App will nach ihrer Installation auch gewartet und optimiert werden – um weiterhin für Downloads gefunden zu werden. Und ein Nutzer will bei Laune gehalten werden. Laut Kriebernegg ist die App Store Optimization ein Prozess, der nicht ohne Keyword-Analyse und ihrer relevanten Verwendung funktioniere.

Lokalisierung und Sprache

Auf dem Panel sind sich alle drei Speaker einig – es gilt, seine App für alle Märkte zu lokalisieren. „Man muss die Sprache der Zielgruppe und des Landes sprechen“, skizziert Adin Heric, Head of Online Marketing bei Shpock. Es zähle nicht nur der Titel, sondern auch ein Slogan und die richtigen Keywords. Und Bewegtbild werde auch bei Apps laufend wichtiger: „Die Conversion Rate fällt im App Store Browser um zehn Prozent höher aus, wenn ein Bewegtbild integriert ist.“ Schließlich führt er auch die Bedeutung von Bewertungen ins Treffen, „80 Prozent der User sehen sich Bewertungen vor dem Download einer App an“.

Schwarze Hüte

AppJump-Geschäftsführer Philipp Wolschner widmet sich anschließend schwarzen Hüten, „Black Hats“ oder auf gut Deutsch: unrechtmäßige Techniken, mit denen man das App-Ranking manipuliert. Google und iOS hätten eine Monopolstellung, sie könnten jederzeit die Kriterien im App Store ändern und Apps rauskicken. So habe Google vor kurzem Bitcoin Mining Apps verboten. Die Grenze zwischen Weiß und Schwarz sei nicht gänzlich definiert. „Man sollte nicht zu weit rechts in der weißen Zone sein, da man dort mit weniger Downloads rechnen muss. Aber natürlich auch nicht im schwarzen Bereich, da nicht nur die App, sondern sogar der Account gesperrt werden kann. Doch es gibt eine Grauzone“, rät Wolschner: „Setzt du die Tricks nicht ein, die nicht verboten sind, kommst du nicht weit.“

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