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Screenforce Österreich kritisiert medialen „Streaminghype“

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In einer Aussendung kritisiert Screenforce Österreich den aktuellen Hype um Dazn & Co als Medienphänomen und hinterfragt die kommunizierten Zahlen der Streamingbranche.

Walter Zinggl (IP Österreich) meldet sich in seiner Funktion als Sprecher von Screenforce Österreich in einer aktuellen Aussendung zum Thema Streaming zu Wort. Zinggl spart dabei nicht mit Kritik und versucht, öffentlich kommunizierte Zahlen der Streamingbranche zurechtzurücken. 

 „Es hat einen Grund, warum die Streaming-Anbieter lieber ihre utopischen und virtuellen Unternehmensbewertungen als harte Nutzer- und Nutzungszahlen angeben“, meint Zinggl, der konkret auf kürzlich veröffentlichte Zahlen von Sportstreamer Dazn eingeht: „Insgesamt 507 Millionen genutzte Stunden verzeichnet der OTT-Dienst weltweit im zurückliegenden Jahr. Durchschnittsreichweiten und andere Fakten zur effektiven Mediennutzung werden in der Jubelmeldung des Unternehmens der britischen Perform Group keine genannt“, so der IP Österreich Chef, der ergänzt: „Dafür brüstet es sich mit einem Zuwachs von 98 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2018), der eindrucksvolle Aufschlüsse über das Ausgangsniveau gibt.“

TV mit 200-facher Dazn-Nutzung?

Dazn überträgt Sportveranstaltungen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Japan, Kanada, Italien, Spanien, Brasilien und den Vereinigten Staaten. „Immerhin ein Markt von 908,21 Millionen Einwohnern. Bei einer Umrechnung auf die Größe des österreichischen Marktes würden ganze 4,9 Millionen Stunden auf die Alpenrepublik entfallen. In der Bundesrepublik Deutschland wären es überschaubare 46,2 Millionen Stunden“, heißt es dazu in der Screenforce-Aussendung. 

Walter Zinggl: "Die steigende TV-Nutzung zeigt deutlich, dass der Streaminghype ein Medienphänomen ist, das nichts mit dem realen Nutzungsverhalten zu tun hat."

Bei einer Hochrechnung der vorliegenden Zahlen würden sich laut Screenforce für Österreich im letzten Jahr 9,234 Milliarden Stunden TV-Konsum ergeben. In Deutschland läge dieser Wert bei rund 97 Milliarden Stunden. „Zusammengerechnet wurden in den beiden Ländern in 2019 insgesamt etwa 106 Milliarden Stunden TV genutzt – etwa das 200-fache der weltweiten DAZN-Nutzung“, so das Urteil von Zinggl.

Transparente Zahlen für TV

Zinggl macht auch keinen Hehl daraus, dass der Teletest eine „unmissverständliche Sprache“ über die TV-Nutzung spricht. 2019 sei die Nutzungsdauer von Fernsehen in Österreich abermals von 192 auf 196 Minuten pro Tag um zwei Prozent gestiegen. In den letzten fünf Jahren betrug das Wachstum 15 Prozent von 171 Minuten pro Tag in 2015.

„Die steigende TV-Nutzung zeigt deutlich, dass der Streaminghype ein Medienphänomen ist, das nichts mit dem realen Nutzungsverhalten zu tun hat. Das gerne totgesagte lineare Fernsehen wächst sehr lebendig weiter – gemessen in transparenten und validen Zahlen. Genau diese Stabilität und Verlässlichkeit braucht die werbetreibende Wirtschaft!“, betont Zinggl.

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