Horizont Newsletter

Schramböck sieht Digitalisierung nicht als alleinige Regierungsaufgabe

v.l.n.r.: Thomas Arnoldner (A1), Georg Pölzl (Österreichische Post), Peter Oswald (Mondi), Digitalministerin Margarete Schramböck, Ulrike Domany-Funtan, Generalsekretärin "fit4internet" und Wolfgang Hesoun (Siemens)
© BMDW/Hartberger

Digitalministerin Margarete Schramböck hat am Montag zum Start der Initiative "fit4internet" unterstrichen, dass das Steigern digitaler Kompetenz in Österreich nicht allein Sache der Regierung sein könne, und führte die Partnerschaft mit der Wirtschaft bei der Initiative als Beleg ins Treffen.

Digitalisierung sei "eine Gesamtverantwortung". so Schramböck. Deshalb setze man "auf eine starke Allianz von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik", auch beim nun gegründeten Verein "fit4internet". Dessen erstes Ziel ist die Etablierung eines Kompetenzmodells zu Bewertung digitaler Fähigkeiten: "Jeder kennt sein Sprachniveau, aber beim Umgang mit neuen Technologien gibt es keine Einschätzung. Digitalisierung muss messbar, vergleichbar und lernbar werden", sagte Schramböck. Mit an Bord ist etwa das Verpackungs- und Papierunternehmen Mondi, dessen CEO Peter Oswald seine Unterstützung des Projekts damit begründete, "Menschen und Digitalisierung zusammenbringen" zu wollen, da das dazu beitrage die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Österreich zu erhöhen.Oswald wurde zum Start auch einstimmig zum ersten Vereinspräsidenten gewählt.

Das digitale Kompetenzmodell für Österreich DigComp 2.2. AT, die österreichische Version des europäischen Referenzrahmens für digitale Kompetenzen, wurde vom Digitalministerium entwickelt. Im Vergleich zum europäischen Referenzmodell wurde das für Österreich adaptierte Modell erweitert: Es setzt früher an und hat als bisher einziges EU-Land ein Kompetenzlevel 0 für jene eingeführt, für die Digitalisierung noch ein absolutes Fremdwort ist. Insgesamt ist das Modell in sechs Kompetenzbereiche und insgesamt 25 Kompetenzen gegliedert, die persönliche Stärken und Schwächen in Sachen Digitalisierung abbilden sollen.

Als Vizepräsidentin und Vizepräsidenten des Vereins wurden Sabine Herlitschka (Infineon), Thomas Arnoldner (A1), Wolfgang Hesoun (Siemens), Georg Pölzl (Österreichische Post) sowie Johann Strobl (RBI) ebenso einstimmig gewählt. Seit Anfang Jänner 2019 können sich Interessierte für Veranstaltungen (etwa Kaffee Digital oder Smartphone-Führerschein) und weitere Angebote in der entsprechenden Region/Bezirk/Gemeinde auch über die fit4internet-Hotline unter 0800 - 22 10 55 (gebührenfrei aus ganz Österreich) von Montag bis Freitag, von 10:00 – 14:00 Uhr, informieren und vormerken lassen.

0 Kommentare

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

* Pflichtfelder
Netiquette auf HORIZONT online