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Rückblick & Vorschau: PR geht raus aus Silos

© ivector/Adobe Stock

Die PR-Schmieden erleben ein sanftes Wachstum, während sich Disziplinen annähern und die Branche einen 'interessanten' Ruf genießt.

Dieser Artikel ist Teil der HORIZONT-Serie "Rückblick 2019 & Vorschau 2020", die in den folgenen Tagen vollständig Online erscheint.

Die Annäherung der ehemaligen ­Silos PR und Marketing war 2019 einer der Trends in der Öffentlichkeitsarbeit. Drei Viertel der Marketingentscheider und Kommunikationsexperten gehen laut APA-DeFacto zudem davon aus, dass Datenvisualisierung in der PR-Arbeit an Bedeutung zulegen wird. 70 Prozent tippen auf Künstliche Intelligenz, rund zwei Drittel auf Virtual Reality, Videos und Live-Formate wie Blogs. Dass die Digitalisierung natürlich auch in den Public Relations Fuß fasst, verdeutlichte der European Communication Monitor: Für mehr als ein Drittel der heimischen PR-Experten wird demnach die digitale Evolution und das Social Web in den kommenden drei Jahren ein wichtigerer Faktor.

Laut einer PRVA-Studie von 2019 finden übrigens zwei Drittel von 455 Befragten bis 30 Jahre die Arbeit in der PR-Branche „sehr“ oder „eher“ interessant. Als PRVA-Präsidentin wiedergewählt wurde außerdem ­Julia Wippersberg. Ihr Zwischenfazit zur Branche: sinkende Budgets und Projektarbeit statt langfristiger Commitments auf Kundenseite. Weiters beklagte sie immer komplizierter werdende Ausschreibungsprozesse und reine Billigstbieter-Entscheidungen.

‚Jammern auf hohem Niveau‘
Bis auf sechs Agenturen im Mittelfeld verbuchten alle der 22 Teilnehmer im heuer veröffentlichten HORIZONT-PR-Agenturen-Ranking ein Wachstum ihres Netto-Honorarumsatzes. Angeführt wurde die Rangliste erneut von Grayling, E&P und Rosam Grünberger Change ­Communications sowie ikp und The Skills Group. Laut Grayling-Geschäftsführerin ­Sigrid Krupica ist das vermeintliche ­Jammern der heimischen Agenturenbranche eines auf hohem Niveau.

Es gebe ein sanftes Wachstum und steigende Nachfrage, so E&P. Internationale Unternehmen, aber auch Start-ups, würden Unterstützung bei Agenturen suchen. Allerdings sei die „einfache“ praktische Umsetzung internationaler Rollouts, so The Skills Group, oft mehr gefragt als die strategische.