Horizont Newsletter

Rückblick & Vorschau: Aufstieg zur großen Schwester

Female digital eye
© Adobe Stock / Sergey Nivens

Die Beziehung von Digitalagenturen zu kreativen Etablierten war noch nie so eng wie heuer.

 

Dieser Artikel beleuchtet den Digitalagenturen-Markt und ist Teil der großen HORIZONT-Serie "Rückblick 2018 & Vorschau 2019", die in den folgenden Tagen vollständig Online verfügbar ist.

Digitalagenturen wappnen sich einerseits selbst, nämlich (auch hier) gegen die Accentures und IBMs dieser Welt. Andererseits wurde dieses Jahr global ein weiterer Trend spürbarer: Die Fusionierung traditioneller Kreativriesen mit ihren digitalen Schwestern. Durch den Kauf von VML verschwindet jetzt mit Y&R eine der ältesten Werbeagenturen als eigenständige Marke. Der neue, etwas sperrige Name VML Y&R verrät, wer hier die neue große Schwester ist. Gegenüber HORIZONT bestätigte Executive CD Alexander Hofmann diesen Schritt auch für Österreich, „auch wenn es hier kein VML gab. Es wird sehr viel mehr passieren, als nur das Logo und den Namen zu tauschen.“

Vor kurzem folgte dann der Merger von Wunderman und JWT, mit ersterer Agentur an der Spitze. Ob das der Anfang vom Ende der Vormachtstellung der Kreativlegenden ist, wird man wohl 2019 sehen. Die heimische etablierte Wien Nord hingegen rief zu Jahresbeginn mit Now selbst eine eigene Digitalagentur ins Leben. Sein 15-jähriges Jubiläum feierte indes e-dialog, und zwar gleich in einem neuen Office.


Innerhalb der eigenen Agenturbranche konnte kraftwerk im Digitalagentur-Ranking von update (dem Digitalmagazin von HORIZONT) ihren ersten Platz gemessen an Honorarumsätzen verteidigen. Es folgen Virtue und Loop New Media. Die fünftplatzierte IQ mobile machte dann im November einen kleinen Paukenschlag. Ihr Gründer und Geschäftsführer Harald Winkelhofer verließ seine Agentur nach dem Buy-out.

Jetzt sollen auch bei Dentsu Aegis also die Digital- und die Kreativagentur zusammenrücken, Isobar-Neo-Geschäftsführer Andreas Martin lenkt nun auch die Mobile-Agentur. Das Vordringen der Unternehmensberater ging außerdem auch an den Digitalagenturen nicht spurlos vorbei. Kommendes Jahr könnte die Einkaufstour im Agenturenmarkt weitergehen. Mehr denn je gilt es dann, schöne digitale Augen zu machen. 

0 Kommentare

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

* Pflichtfelder
Netiquette auf HORIZONT online

Das könnte Sie auch interessieren