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ROG: Österreich bleibt in Rangliste der Pressefreiheit auf Platz 11, rutscht aber im Score ab

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© Reporter ohne Grenzen

Vier der fünf Länder, deren Platzierung sich in der Rangliste der Pressefreiheit 2018 am stärksten verschlechtert hat, liegen in Europa.

In der aktuellen Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen bleibt Österreich 2018 wie im Vorjahr stabil auf Platz 11. Dieser Platz gehe jedoch auch auf Verschiebungen innerhalb der übrigen Länder zurück. Ausschlaggebender als die Platzierung selbst ist laut ROG der Score. Dieser lag 2015 noch bei 10,85, verschlechterte sich seither aber von Jahr zu Jahr. 2016 lag er bei 13,18, 2017 bei 13,47 und mit der diesjährigen Rangliste verschlechtert er sich um 0,57 Punkte auf 14,04 (je höher der Wert, desto schlechter die Lage der Pressefreiheit).

Diese Verschlechterung erkläre sich durch direkte Angriffe auf Journalisten vor allem durch Politiker der FPÖ, wie es in der Presseerklärung heißt. „Attacken nicht nur gegen Medien an sich, sondern gegen einzelne Journalistinnen und Journalisten persönlich haben zugenommen. Eine sorgenvolle Entwicklung, gerade in Zusammenhang mit dem Vormarsch autoritärer Figuren in Österreich und seinen Nachbarländern“, bilanziert Rubina Möhring, Präsidentin von Reporter ohne Grenzen. Das habe sich auch auf den verschlechterten Score ausgewirkt. „Dieses Vorgehen dient, genauso wie wiederholte Drohungen von Einsparungen und Entlassungen im öffentlichen Rundfunk, der Einschüchterung von Journalisten. Ein Vorgehen, das einer Demokratie nicht angemessen ist“, meint Möhring.

„Der zunehmende Druck auf Journalistinnen und Journalisten, etwa durch finanzielle Unsicherheit und damit Unabhängigkeit des ORF, wird sich vermutlich noch stark auf die Pressefreiheit und damit auf die Rangliste im Jahr 2019 auswirken“, befürchtet Möhring.

Malta, Tschechien, Serbien und Slowakei verlieren drastisch

Auf Platz 1 und 2 liegen wie bereits im Vorjahr Norwegen und Schweden, die Niederlande haben es mit einer Verbesserung um zwei Plätze auf Rang 3 geschafft. Sieben von zehn Ländern in den Top 10 sind nach wie vor europäisch, auf Platz 6 hat es Jamaica geschafft, auf Rang 8 und 10 liegen Neuseeland und Costa Rica.

Mit einem zusätzlichen Score von 4,97 beziehungsweise 4,75 Punkte sind Tschechien und die Slowakei die Score-Verlierer des Rankings 2018. Sie büßen 11 und 10 Punkte in der Rangliste ein, gefolgt von Nordkorea, das angesichts seines bisherigen letzten Platzes auch mit dem dritthöchsten Scoregewinn von 3,89 nicht weiter fallen kann.

Am meisten Plätze verloren hat mit einem drastischen Fall um 18 Plätze Malta, das jetzt nur mehr auf Rang 65 von 180 liegt. Von den Ländern mit dem höchsten Rangverlust sind vier von fünf Ländern europäisch: Neben Malta sind das Tschechien (um 11 Ränge verschlechtert auf Platz 34), Serbien (um 10 Ränge verschlechtert auf Platz 76) und die Slowakei (um 10 Ränge verschlechtert auf Platz 27.)

Der Irak ist mit einem zusätzlichen Score von 2,53 und einem Rangverlust von 2 Plätzen in die Kategorie der „schwarzen Länder“ abgerutscht, in denen die Situation als sehr schwierig eingestuft wird. Noch nie zuvor waren so viele Länder wie dieses Jahr schwarz eingefärbt. Insgesamt sind nun 22 Länder, also 12 Prozent aller Länder als sehr schwierige Länder klassifiziert. Die meisten Plätze gut gemacht haben hingegen Gambia, Südkorea und Griechenland mit einer Verbesserung um 21, 20 und 14 Rängen.

Insgesamt wurden im Jahr 2017 65 Journalisten getötet, 326 wurden inhaftiert und 54 wurden als Geisel gehalten. In den letzten 15 Jahren wurden insgesamt 1035 Journalisten getötet, 2018 waren es bisher 13 Journalisten, die ihr Leben lassen mussten.

Sehen Sie hier die Rangliste 2018

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