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Rascher Ausbau des deutschen Mobilfunknetzes

Insgesamt soll es 10.000 neue oder aufgerüstete 4G-Standorte in Deutschland geben.
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In Deutschland sollen in den nächsten gut zwei Jahren Mobilfunklöcher gestopft und rund eine halbe Million Haushalte an das moderne 4G-Netz angeschlossen werden.

"Wir haben noch was draufgelegt zur bestehenden Vereinbarung", sagte der deutsche Verkehrsminister Andreas Scheuer am Donnerstag nach einem Treffen mit den drei Betreibern Deutsche Telekom, Vodafone und Telefonica Deutschland. Im Gegenzug will der deutsche Bund den Anbietern bei der künftigen Auktion der neuen 5G-Frequenzen entgegenkommen, berichtet die APA. So sollen diese nicht direkt nach der Auktion, sondern erst nach der Zuteilung bezahlt werden. Scheuer sprach von einer Milliarde Euro, mit der man die Konzerne so entlaste.

 

99 Prozent Abdeckung

1.000 zusätzliche Mobilfunkmasten an Verkehrsknotenpunkten und in schlecht abgedeckten Gebieten sollen errichtet werden, sagte der CSU-Minister Scheuer. Als Ziel werden 10.000 neue oder aufgerüstete 4G-Standorte genannt.

Bisher waren die Anbieter verpflichtet, 98 Prozent der Haushalte abzudecken. Das haben sie nach eigenen Angaben auch erreicht. Jetzt soll die Abdeckung Ende 2020 deutschlandweit 99 Prozent erreichen. Im Jahr 2021 soll diese Quote auch für jedes deutsche Bundesland einzeln gelten. Das letzte Prozent gilt als sehr teuer, da es sich um abgelegene Gebiete handelt.

 

5G-Auktion Anfang 2019

Für die Unternehmen ist aber vor allem die für Anfang nächstes Jahr geplante Auktion der Frequenzen für die neue Hochgeschwindigkeitstechnik 5G interessant. Diese sind für neue Industrie-Anwendungen, für Tele-Medizin und das autonome Fahren Voraussetzung. "Es muss auch der Schritt in die nächste Technologie gelingen", betonte Markus Haas, Chef von Telefonica-Deutschland.

Die drei großen Betreiber verlangen daher, dass sie ihre 5G-Netze zum Datentransport dann nicht für andere Anbieter öffnen müssen. Deutsche-Telekom-Chef Timotheus Höttges machte deutlich, dass auch das sogenannte Roaming, als die Mobilfunk-Nutzung des Netzes durch andere Anbieter, abgelehnt werde. "Unsere Investitionen sind abhängig von den Rahmenbedingungen der 5G-Lizenz", sagte Höttges.

Diese Bedingungen werden allerdings gerade noch mit der deutschen Bundesnetzagentur, die die Auktion umsetzt, abgesprochen. Im Beirat der Agentur haben Politiker der Koalitionsfraktionen beispielsweise die Möglichkeit zum Roaming gefordert. "Ich hoffe, dass der Mobilfunkgipfel von Bundesminister Andreas Scheuer nicht nur schöne Bilder produziert hat", warnte SPD-Vize-Fraktionschef Sören Bartol. "Wir brauchen spürbare Verbesserungen bei der Schließung der Versorgungslücken." Endgültig festgelegt werden die Konditionen voraussichtlich im Herbst.

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