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Netflix will 2018 über 100 Projekte aus Europa starten

© Netflix

Nach europäischen Erfolgen wie "Dark" und "Black Mirror" setzt Netflix 2018 weiter auf europäischen Content. Aus Deutschland kommt etwa "Die Welle" in Serienform, basierend auf dem gleichnamigen Film. Damit wappnet sich Netflix für kommende EU-Regeln und gegen die starke Konkurrenz.

Nach Erfolgen wie "Dark" (Deutschland), "Suburra" (Italien), "Las Chicas del Cable - Die Telefonistinnen" (Spanien) und "Black Mirror" (UK) gibt Netlfix bekannt, auch in diesem Jahr weiterhin stark auf europäischen Content zu setzen - wohl auch nicht ganz ohne Blick auf die audiovisuelle Medien-Richtline, die derzeit in Arbeit ist und noch vor Ende der bulgarischen Ratspräsidentschaft Ende Juni finalisiert werden soll. Diese schreibt den Video-Plattformen unter anderem ein Minimum an in der EU produziertem Content vor. Außerdem, so Netflix in einer Presseaussendung, kann guter Content Grenzen überschreiten: "Dark" habe etwa auch Fans in Chile, Bangladesch und Kanada erreicht.

Nun hat Netflix zehn neue europäische Projekte vorgestellt: Sieben Original-Serien – "Mortel" (Frankreich), "Die Welle" (Deutschland), "Luna Nera" (Italien), "Haus des Geldes Teil 3" (Spanien), "The English Game" (UK), "Turn Up Charlie" (UK) sowie die erste niederländische Original-Serie. Hinzu kommen der Original-Spielfilm aus Italien, "Rimetti a Noi i Nostri Debiti", und zwei Dokumentationen: eine noch titellose französische Dokumentation und "The Staircase" (eine Koproduktion mit den USA).  Das deutsche Projekt, "Die Welle", basiert auf dem gleichnamigen Erfolgsfilm rund um das Sozialexperiment und wird von Rat Pack in Co-Produktion mit Sony Pictures Television Germany produziert.

Amazon Prime mit 100 Millionen Abos

Ted Sarandos, Chief Content Officer bei Netflix, betont, dass noch dieses Jahr 100 Projekte aus Europa starten sollen: "Und das ist erst der Anfang unserer Reise." Die Konkurrenz ist dabei groß: Am Vortag hatte der Pay-TV-Anbieter Sky neue Features mit seinem Service "Sky Q" angekündigt, und Amazon Prime hat laut einem aktuellen Brieg von Jeff Bezos an die Aktionäre die Marke von 100 Millionen Prime-Abos geknackt. Zum  Vergleich: Netflix kommt aktuell auf 118,9 Millionen zahlende Mitglieder weltweit.

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