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ProSiebenSat1-Vorstand spricht sich gegen Fusion mit MediaSet aus

Max Conze ist seit Juni 2018 Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Media SE.
© ProSiebenSat.1/Saumweber

Italienische Mediaset bestitz bereits 15,1 Prozent der Anteil des deutschen Medienkonzerns. Mit der Performance des Nachrichtensender Puls 24 zeigte er sich zufrieden.

Eine Fusion von ProSiebenSat1 (P7S1), dem Mutterkonzern der österreichischen P7S1P4-Gruppe (Puls 4, ATV), mit der italienischen Mediaset lehnt P7S1-Vorstandsvorsitzender Max Conze ab. “Ich bin sehr skeptisch, was eine strukturelle Verschmelzung unserer Unternehmen angeht. Das wäre zwar nicht unmöglich, aber die überschaubaren Synergien würden eine Verschmelzung nicht rechtfertigen, denn die Umsetzung wäre komplex, langwierig und teuer”, sagte er in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung. 

Mediaset, das von der Familie des ehemaligen italienischen Premierminsiter Silvio Berlusconi kontrolliert wird, ist mit einer 15,1 Prozent-Beteiligung größter Aktionär der P7S1.Conze will zunächst einmal herausfinden, was die Absichten seines Großaktionärs seien:  “Wir treffen uns an diesem Montag und besprechen, wie Mediaset sich das Engagement insgesamt vorstellen.”

Zufrieden mit Puls 24

Zufrieden zeigte sich Conze über die Performance der österreichischen Neugründung Puls 24. "Der Sender läuft super, die App wurde in Österreich bereits eine halbe Million Mal heruntergeladen", so Conze.  Nachrichten seien ein wichtiger Bestandteil der Strategie gegen die großen US-Anbieter. 

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