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Profil: Interner Konflikt um ORF-Gehälter

Die kolportierten Kosten von zehn Millionen Euro sollen durch Sparen am Personal egalisiert werden.
© ORF

Das Nachrichtenmagazin "profil" berichtet von einem tiefgreifenden Konflikt zwischen ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz und seinem kaufmännischen Direktor Andreas Nadler. Wrabetz soll die aktuellen Gehaltserhöhungen im ORF gegen Nadlers Willen abgesegnet haben - was personelle Einsparungen an anderer Stelle zur Folge haben soll.

Wie „profil“ in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, kam es im März zur Kontroverse zwischen Wrabetz und Nadler, weil der seine Zustimmung zur jährlichen Inflationsanpassung der Gehälter der rund 3000 ORF-Mitarbeiter verweigert hatte. Wrabetz hatte sich auf diese jedoch schon mit dem ORF-Betriebsrat geeinigt. Wrabetz legte das Ergebnis laut dem Bericht schließlich ohne Nadlers Zustimmung dem Stiftungsrat vor, wozu er als Alleingeschäftsführer berechtigt ist.

Der Stiftungsrat soll die Vereinbarung auch einstimmig angenommen haben. Demnach werden die ORF-Gehälter, gestaffelt nach Vertragssystemen und Kollektivverträgen, zwischen 0,55 und 1,95 Prozent erhöht.

Es handle sich um eine „äußerst maßvolle“ Anhebung, zitiert "profil" eine Stellungnahme Wrabetz' gegenüber dem Magazin. Die Inflationsabgeltung soll aufkommensneutral sein: Die Mehrkosten, die laut „profil“ bis zu zehn Millionen Euro ausmachen könnten, sollen durch nicht näher definierte "Sparmaßnahmen im Personalbereich" ausgeglichen werden.

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