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ORF-Stiftungsrat: Trendl betont Unabhängigkeit

© ORF / Thomas Ramstorfer

Der Präsident des Katholischen Familienverbands, der auf Franz Küberl folgen soll, wehrt sich gegen seine Einordnung als ÖVP-nahe.

Alfred Trendl, der im ORF-Stiftungsrat auf den als unabhängig geltenden Caritas-Präsident Franz Küberl folgen soll, galt in Medienberichten als Garant für die Zweidrittel-Mehrheit der türkis-blauen Regierung. Mit dieser hätten ÖVP und FPÖ die Möglichkeit, ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz abzuberufen. Der Jurist Trendl wehrt sich aber gegen seine Einordnung zum ÖVP-Freundeskreis. Gegenüber mehreren Medien betonte Trendl, bisher Mitglied des Publikumsrates, seine Unabhängigkeit.

Der Sprecher der Österreichischen Bischofskonferenz, Paul Wuthe, betonte gegenüber dem "Kurier", dass Trendl von der Kirche in den Publikumsrat entsendet worden sei. Dort nehme er auch an keinen informellen ÖVP-Fraktionssitzungen teil. "Er übt sein Mandat unabhängig aus", so Wuthe. Trendl selbst wehrte sich im "Standard" gegen seine Zuordnung zur ÖVP. Er sei nicht das fünfte ÖVP-Mandat. Vielmehr wolle er "wie der Franz Küberl unabhängig sein." Küberl hatte eigenen Angaben zufolge am Wochenende erfahren, dass er für die nächste Periode nicht mehr nominiert wird.

Die Entsendung der Stiftungsräte der Regierung und der Parteien durch den Ministerrat wird für die kommenden Wochen erwartet. Das nächste Mal tritt der ORF-Stiftungsrat am 22. März zusammen.

 

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