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ORF-Stiftungsrat genehmigt Funkhaus-Verkauf mit drei Gegenstimmen

Der Funkhaus-Verkauf ist genehmigt.
© Flickr/Hans Dinkelberg

Vorarlberger Bauunternehmen Rhomberg erhält den endgültigen Zuschlag.

Es ist nur noch ein Formalakt gewesen: Der ORF-Stiftungsrat hat in seiner Sitzung am Donnerstag dem Verkauf des Funkhauses an das Vorarlberger Bauunternehmen Rhomberg zugestimmt. Drei Vertreter der Belegschaft votierten gegen die Entscheidung. Auch die Rhomberg-Gremien haben den Deal bereits abgesegnet, der damit endgültig fixiert ist. 

Bereits vor rund einer Woche wurde ja bekannt, dass das Unternehmen den Zuschlag erhalten werde (HORIZONT berichtete). Geschäftsführer Hubert Rhomberg äußerte sich auch bereits in einem Interview zu seinen Plänen mit dem Funkhaus. So wolle er kein Hochhaus bauen, aber: "Ein bisschen in die Höhe wird man schon gehen müssen. Es wäre unverantwortlich, die Flächen nicht besser auszunützen." Über den Kaufpreis machten die beiden Unternehmen keine Angaben, er dürfte aber deutlich über 20 Millionen Euro liegen.

Wie bereits bekannt, kauft das Bauunternehmen die Liegenschaft in der Wiener Argentinierstraße mit Ausnahme des sogenannten Kulturtrakts. Sendesaal, Peichl-Trakt und die Studios gehören auch weiterhin dem ORF. "Wie geplant bleibt somit der ORF-Kulturstandort in der Argentinierstraße erhalten", heißt es in einer Aussendung des ORF.

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz sagt zum Verkauf : "Wir freuen uns mit der Firma Rhomberg einen Käufer für das Funkhaus in der Argentinierstraße gefunden zu haben, mit dem wir gemeinsam eine für beide Seiten optimale Lösung erarbeiten konnten. Gleichzeitig konnte der ORF seine beiden Zielsetzungen eines möglichst attraktiven Verkaufserlöses einerseits sowie der Aufrechterhaltung des Kulturstandortes Argentinierstraße andererseits realisieren. Ich bedanke mich bei der Firma Rhomberg für die gute und konstruktive Zusammenarbeit und bei allen Kolleginnen und Kollegen, die am Verkaufsprozess mitgewirkt haben."

Richard Grasl, Kaufmännischer Direktor des ORF: "Mit dem sehr attraktiven Kaufpreis konnte der geplante Verkaufserlös deutlich übertroffen werden. Gleichzeitig freut es mich, dass wir mit dieser Lösung die Möglichkeiten für ein zentral gelegenes ‚Hauptstadtstudio‘ im ORF-Eigentum geschaffen haben, das zukünftig unseren Redaktionen für zentrumsnahe Aktivitäten zur Verfügung stehen wird. Für unsere Anforderungen ist diese Lösung geradezu ideal."

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