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ORF-Klassikportal "fidelio" geht heute an den Start

Das ORF-Klassikportal "fidelio" kann sieben Tage lang gratis getestet werden. Danach besteht die Möglichkeit, es für ein Monat, drei Monate oder ein ganzes Jahr zu abonnieren.
© myfidelio.at/Screenshot

Das Portal soll Klassikproduktionen online bündeln und funktioniert nach dem Vorbild von Streaming-Plattformen wie Flimmit oder Netflix.

Was lange währt, wird endlich gut: Das seit einiger Zeit angekündigte ORF-Klassikportal "fidelio" sollte bereits zum Jahreswechsel 2015/16 starten. Als daraus offenkundig nichts wurde, kündigte man einen Start Ende Juli an - aber auch dieser verschob sich nach hinten (HORIZONT berichtete). Nun ist es endlich soweit: "fidelio" geht heute an den Start. Aus der Taufe gehoben wurde das Portal im Wiener Musikverein von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz, dem Kaufmännischen Direktor des ORF Richard Grasl, Unitel-Chef Jan Mojto, Musikvereinsintendant Thomas Angyan und dem Vorstand der Wiener Philharmoniker Andreas Großbauer.

Das Portal wurde gemeinsam mit Unitel entwickelt, soll Klassikproduktionen online bündeln und ist auf vier Säulen aufgebaut: einer Klassithek, der Übertragung von Live-Events aus Konzertsälen, Opernhäusern und Open-Air-Spielstätten, einen Tune-in-Kanal mit redaktionell festgelegtem Programm sowie einer Editorial-Schiene, die Hintergrundinformationen zu Künstlern, Orchestern, Dirigenten, Komponisten und Klassikinstitutionen bietet. Für die Erstellung der Editorial-Schiene zeichnet die Ö1-Musikredaktion verantwortlich.

"Das Angebot ist ein auf die digitale Zukunft und neue Nutzergewohnheiten ausgerichtetes Hochklass-Package für das klassikinteressierte Publikum. Topproduktionen in bester audiovisueller Qualität, plattformunabhängig, zu jeder Zeit abrufbar und in noch nie da gewesenem digitalem Umfang. Damit beweist und verstärkt der ORF sein Engagement als größter medialer Vermittler von Kunst und Kultur", sagt ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz. Sein Kaufmännischer Direktor Richard Grasl ergänzt: "Unser Ziel war und ist es, alle relevanten Partner an Bord zu holen, viele davon haben wir schon, wie die Wiener Philharmoniker, den Musikerverein, das Konzerthaus mit den Wiener Symphonikern, das ORF-RSO Wien oder Grafenegg. Mit vielen weiteren sind wir in Verhandlung, so mit den Salzburger und Bregenzer Festspielen oder Erl."

Portal basiert auf Flimmit-Technologie

Zur Durchführung des Portals wurde die Klassik Digital Vertriebs-GmbH gegründet. Als Geschäftsführer fungieren Alexandra Fida (ORF) und Johannes Everding (Unitel). Technisch umgesetzt wurde das Portal von der österreichischen Online-Videothek Flimmit (der ORF ist über seine Tochtergesellschaften ORF Enterprise und ORS comm an Flimmit beteiligt) gemeinsam mit der Wiener Digitalagentur bitsfabrik in Kooperation mit Bitmovin. Das Portal kann sowohl auf Smart-TVs, als auch auf Smartphones (iOS und Android) sowie Tablets genutzt werden.

Zuerst wolle man sich laut Wrabetz auf den österreichischen Markt konzentrieren, später auch den Markt in Deutschland und in der Schweiz bearbeiten. Im ersten Jahr hofft man laut Grasl auf eine "vierstellige" Abonnentenzahl. Das komplette "fidelio"-Angebot ist für ein oder drei Monate und ein Jahr abonnierbar. 14,90 Euro kostet es monatlich, 41 Euro im Quartal und ein Jahresabo beläuft sich auf 149 Euro.  Bevor ein Abo abgeschlossen wird, kann "fidelio" sieben Tage lang gratis getestet werden. Nähere Informationen gibt es hier.

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