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ÖWR: Anstieg der Beschwerden

Michael Straberger, ÖWR-Präsident meint: "Auch die transparente und dialogorientierte Abwicklung von Beschwerden schafft zunehmendes Vertrauen."
© Katharina Schiffl

Die aktuelle Bilanz des Österreichischen Werberats zeigt ein Anwachsen auf 308 Beschwerden im Jahr 2016. 181 Mal fällte das Kontrollorgan eine Entscheidung.

Im Buhlen um die Aufmerksamkeit kann Werbung oft polarisieren und für Aufregung sorgen - und damit den Österreichischen Werberat ÖWR ins Spiel bringen. Der aktuelle ÖWR-Jahresbericht zeigt einen Anstieg der Beschwerden von 248 auf 308 - auch die Zahl der Entscheide stieg von 168 auf 181 im letzten Jahr. 

Davon wurden elf klare Stopp-Entscheidungen und 22 Sensiblisierungen ausgesprochen. 59 Mal gab es für den ÖWR keinen Verstoß gegen den Ehrenkodex. In 22 Fällen hatten Unternehmen noch vor dem Beschwerdeverfahren die Sujets zurückgezogen. In den anderen Fällen war der ÖWR nicht zuständig oder ein Verfahren nicht möglich. Häufigster Beschwerdegrund war wie im Jahr zuvor die „Geschlechterdiskriminierende Werbung“, gefolgt von Verstößen gegen „Ethik und Moral“ sowie „Irreführung und Täuschung“.

Auch bei den Werbemedien, auf denen Sujets beanstandet wurden, gibt es Unterschiede: Während TV-Spots 2015 mit 46 Entscheidungen des ÖWR auf Platz eins rangierte, errang das Plakat 2016 das negative Siegertreppchen. Das erklärte Ziel des ÖWR ist es, eng mit der Branche zusammenzuarbeiten, denn „die transparente und dialogorientierte Abwicklung von Beschwerden schafft zunehmendes Vertrauen“, sagt ÖWR-Präsident Michael Straberger.

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