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ÖWA: sd one und Goldbach bleiben Mitglieder

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Die beiden Vermarktungsgemeinschaften nehmen ihre vorbehaltliche Kündigung zurück.

Bleiben oder gehen? Diese Frage stellten sich zuletzt die beiden Vermarktungsgemeinschaften styria digital one (sd one) und Goldbach, die der ÖWA Anfang Oktober ihre vorbehaltliche Kündigung erklärten. Die von der ÖWA initiierten Gespräche scheinen nun gefruchtet zu haben: sd one und Goldbach bleiben doch ÖWA-Mitglieder – Goldbach mit einem erweiterten Portfolio, die sd one mit einem Teil ihres Portfolios, jedenfalls aber mit der Kleinen Zeitung und Presse. Allerdings unter der Voraussetzung, dass angekündigte Veränderungen auch umgesetzt werden, wie die Vermarkter betonen.

ÖWA-Präsidentin Gerlinde Hinterleitner spricht von „sehr guten Gesprächen“, die man in den letzten Monaten mit sd one und Goldbach geführt habe. Dass die ÖWA Zugeständnisse machen musste, davon will die Präsidentin nichts wissen. Hört man sich unter den Vermarktungsgemeinschaften um, heißt es, dass dies sehr wohl der Fall gewesen sei, ohne näher ins Detail zu gehen.

Hinterleitner räumt jedenfalls ein ein, dass der Verein „einige Hausaufgaben erledigt“ habe: „Wir haben einfach versucht, auf die Bedürfnisse unserer Mitglieder bessere Antworten zu geben als wir das bisher gemacht haben.“ Im Zuge dessen wurde etwa eine neue und weniger komplizierte Preisstruktur erarbeitet, deren Umsetzung im Laufe des nächsten Jahres geplant ist. Ob daran Vergünstigungen für die Mitglieder geknüpft sind, wollte sie nicht beantworten. Auch die Möglichkeit anonymer Lizenznehmer wurde geschaffen. „Goldbach wird nun voraussichtlich mehr Angebote messen lassen. Darunter befinden sich auch anonyme Lizenznehmer, die nicht verpflichtend ausgewiesen werden, solange sie unter einer bestimmten Zugriffsgrenze bleiben“, so Hinterleitner. Außerdem wurde die Abschaffung von nicht benötigen Services beschlossen, etwa die Berechnung auf Kategorienbasis. „Grundsätzlich glauben wir an eine gemeinsame Währungsstudie für Onlinewerbung und sind optimistisch, dass es zu den notwendigen Veränderungen kommt. Auf dieser Basis bleiben wir für einen mit der ÖWA definierten Zeitraum in der Studie”, sagt Alexis Johann, Geschäftsführer styria digital one.

Ihre Kündigung erklärten im September auch das Purpur-MediaReichweitennetz und das AboutMedia-Netzwerk, deren Ausstieg nach wie vor als wahrscheinlich gilt. Gesprächen mit den beiden will die ÖWA-Präsidentin im Jänner führen: „Die Kündigungsfrist ist dann zwar schon wirksam, wir werden aber trotzdem nochmal reden.“

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