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Österreichs Unternehmen sehen Aufholbedarf bei digitaler Kompetenz

"Digitale Kompetenz ist eine strategische Managementaufgabe. Dazu gehört auch die Cyber Security in allen ihren Dimensionen. Digitale Transformation ohne Sicherheit greift zu kurz", so Helmut Pöllinger, Geschäftsführer von Brainloop Austria.
© Brainloop

Nur 64 Prozent der Top-Manager und Aufsichtsräte glauben an die digitale Transformation ihrer Unternehmen in den kommenden fünf Jahren.

Aus der Sicht von Österreichs Top-Managern, Aufsichtsräten, Beiräten, Stiftungsvorständen und Kuratoriumsmitgliedern herrscht im Bereich digitale Kompetenz in heimischen Unternehmen noch eine Menge Aufholbedarf. So lautet das Fazit der Studie „IT-Security und digitale Kompetenz an der Unternehmensspitze“ von Brainloop und Board Search, bei der österreichische Führungskräfte befragt wurden. 

Ein Viertel der Befragten würde Österreichs Betrieben im Fach „Digitale Kompetenz“ gerade einmal 30 bis 39 von 100 Punkten geben. 86 Prozent erachten die Digitalisierung als Chance. Sehr kritisch sind Top-Manager und Aufsichtsräte hinsichtlich der digitalen Kompetenz unter ihresgleichen: Sie glauben, dass die digitale Kompetenz bei Aufsichtsräten in der heimischen Wirtschaft tendenziell sehr gering (25 Prozent) bzw. gering (51 Prozent) ausgeprägt ist. 

Herausforderung Digitalisierung wird angenommen

Lediglich 64 Prozent der Befragten glauben, dass ihr Unternehmen in den kommenden fünf Jahren die Transformation zu einem digitalen Unternehmen vollziehen wird. Für 70 Prozent der Befragten gibt es aber aktuell keine Gründe, nicht in die Digitalisierung des eigenen Geschäfts zu investieren. Bei jenen 16 Prozent der Befragten, die in unmittelbarer Zukunft unternehmensintern keine Ressourcen in die Digitalisierung investieren wollen, liegt dies an begrenzten finanziellen Möglichkeiten, am fehlenden Know-how, an der Prioritätensetzung des Management, am Mangel an geeignetem Personal und am Nichtvorhandensein von Markt- und Kundenerfordernissen.

EU Datenschutz-Grundverordnung am Radar

80 Prozent der befragten Top-Manager und Aufsichtsräte haben aktuell vor, sich intensiv mit der ab dem 25. Mai 2018 gültigen EU Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) auseinander zu setzen. Noch sind 59 Prozent der Befragten mit den Details der DSGVO allerdings wenig bis gar nicht vertraut. Mutig erscheint, dass 18 Prozent der Top-Manager und Aufsichtsräte dem Thema DSGVO selbst elf Monate vor Inkrafttreten weder Zeit, noch Energie widmen wollen.

Erhöhte Wachsamkeit gegenüber Cyber-Attacken 

Während 57 Prozent der Befragten die größten Risiken und Herausforderungen für die heimische Wirtschaft aktuell in mangelnder Qualität von Mitarbeitern aller Ebenen orten, sorgen sich 56 Prozent um das Themenfeld Cyber Security generell. Der Aufholbedarf bei organisatorischen Maßnahmen zur Datensicherheit ist laut den Einschätzungen der befragten Top-Manager und Aufsichtsräte zufolge enorm: Lediglich 30 Prozent der heimischen Unternehmen haben aktuell sinnvolle Vorkehrungen zum Schutz ihrer Daten getroffen.

Helmut Pöllinger, Geschäftsführer Brainloop Austria: „Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen sehr schön, dass digitale Kompetenz nicht an die IT-Abteilung delegiert werden kann. Vielmehr ist Digitalisierung eine strategische Managementaufgabe. Dazu gehört auch die Cyber-Sicherheit in allen ihren Dimensionen. Digitale Transformation ohne Sicherheit greift zu kurz.“

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