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Österreich weit "mobiler" als der Durchschnitt

Bereits ein Siebentel des Tages verbringen Menschen laut dem Report im globalen Durchschnitt auf Social Media.
© Fotolia/Dora Vision

Ein erster Blick auf die HORIZONT exklusiv zur Verfügung gestellten Daten des neuen Global Digital Report zeigt: Österreich ist im weltweiten Vergleich in Sachen Mobile Devices an vorderster Front, und ebenso bei Social Media. Das Marketing unterschätze den Faktor immer noch, wird betont.

Der Report der Agentur "We Are Social" und der Social-Media-Plattform Hootsuite vergleicht nun schon zum achten Mal Digitaltrends und Social-Media-Nutzung in 230 Ländern und Regionen weltweit. Im globalen Vergleich steht Österreich dabei naheliegenderweise gut da, sind doch - von Abchasien bis Zimbabwe - zu einem Gutteil auch weniger urbanisierte Länder mit geringerer technologischer Infrastruktur Teil des Reports. Österreich weist laut dem Report, der auf Daten der UNO, der Weltbank, Eurostat, nationaler statistischer Behörden und andererseits den Daten von Sozialen Netzwerken beruht, etwa eine 151-prozentige Durchdringung von Mobil-Verträgen auf, in anderen Worten: pro Kopf "eineinhalb Handys", bedingt etwa durch Firmenverträge, das Splitting von Telefonie und Daten auf mehrere Anbieter und andere Varianten mehr. Der weltweite Durchschnitt liegt bei 115 Prozent.

Bemerkenswert sind laut der Erhebung allerdings Vergleiche im unmittelbaren Umfeld, etwa mit Deutschland. Dort liegt die Mobildurchdringung bei 131 Prozent. Der Unterschied macht sich auch im Nutzungsverhalten bemerkbar: 42 Prozent der Bevölkerung in Österreich etwa nutzen Social Media mobil. In Deutschland sind es nur 36 Prozent. Näher aneinander liegen die Werte der generellen Social-Media-Nutzung, auch hier ist Österreich allerdings mit 50 zu 46 Prozent aktiver. Die Web-Affinität an sich ist allerdings in Deutschland höher: Dort sind bereits 96 Prozent der Bevölkerung online, während es hierzulande nur 88 Prozent sind.

Täglich zwei Stunden und 16 Minuten Social Media

Der Report zeigt außerdem, dass gerade außerhalb Europas und der USA die Zahl der Internetnutzer rasant steigt. Weltweit steigt sie täglich um eine Million. 45 Prozent der Weltbevölkerung – knapp 3,5 Milliarden Menschen pro Jahr – loggen sich bereits regelmäßig in ihre bevorzugten sozialen Netzwerke ein. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Zuwachs von 9 Prozent – und das trotz der im Jahr 2018 gestiegenen Bedenken der Gesellschaft wegen Fake News, Fake Followern und Datenschutz.

„Obwohl soziale Medien 2018 kritischer betrachtet wurden und das Vertrauen der Nutzer sank, verbringen die Menschen weltweit mehr Zeit in sozialen Medien. Die durchschnittliche tägliche Nutzungsdauer liegt inzwischen bei zwei Stunden und 16 Minuten. Das ist rund ein Siebtel der Zeit, die die Menschen täglich wach sind“, kommentiert Penny Wilson, CMO bei Hootsuite. „Doch um die Aufmerksamkeit von bestehenden Kunden zu bekommen, müssen Unternehmen ihr Social-Media-Engagement überdenken. Unternehmen müssen die Privatsphäre ihrer Nutzer respektieren und gleichzeitig über Inhalte, die für die Zielgruppe relevant sind und zum richtigen Zeitpunkt angeboten werden, persönliche 1:1-Beziehungen schaffen. Und das, ohne die Originalität und Authentizität ihrer Brand zu verlieren“, so Wilson.

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