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„Österreich spricht“: Der Standard startet neues Projekt

Ziel des Projektes ist es, ein besseres Verständnis für die andere Seite zu schaffen.
© (c) DER STANDARD / Lukas Friesenbichler

Das Projekt „Österreich spricht“ will Menschen unterschiedlicher politischer Meinung in Vieraugengesprächen in ganz Österreich zusammenbringen. Das Projekt basiert auf der Plattform „My Country Talks", die gemeinsam mit die Zeit Online konzipiert wurde. Die Anmeldefrist startet heute, Freitag.

Mit „Österreich spricht“ will die Tageszeitung „Der Standard“ Menschen, die politisch divergierende Ansichten vertreten, zu persönlichen Diskussionen in ganz Österreich zusammenbringen. Am 13. Oktober sollen sich hunderte Diskussionspaare im ganzen Land zu Vieraugengesprächen treffen, um sich über ihre Ansichten auszutauschen und Argumente der anderen Seite kennenzulernen. Das Projekt wurde von der Plattform „My Country Talks“ unter dem Titel „Deutschland spricht“  vergangenes Jahr bei „Zeit Online“ entwickelt und von Der Standard nun nach Österreich gebracht.  Weitere Partner der Plattform sind internationale Qualitätsmedien wie etwa die Süddeutsche Zeitung, Spiegel Online, La Repubblica, Morgenbladet, Huffington Post und The Globe and Mail. Die technische Umsetzung der Plattform wurde von Google finanziert.

Drängende Fragen unserer Zeit

Die Anmeldephase beginnt heute Freitag. Teilnehmen können alle Menschen, die volljährig sind und in Österreich leben. Die Tageszeitung stellt ihren Leserinnen und Lesern auf derStandard.at drängende Fragen unserer Zeit, wie etwa: „Sollte Europa seine Außengrenzen schließen?", „Ist der Islam mit europäischen Werten vereinbar?" oder: "Leistet Österreichs Regierung gute Arbeit für die Zukunft des Landes?" Wer die Ja/Nein-Fragen beantwortet, hat die Chance, per Algorithmus mit einem Gesprächspartner zusammengebracht zu werden, der in der Nähe wohnt, die Fragen aber völlig anders beantwortet hat. Die so „gematchten“ Paare können sich am 13. Oktober um 15 Uhr zu einem persönlichen Gespräch in ganz Österreich treffen.

Besseres Verständnis schaffen

„Integration, Genderfragen, Populismus, Grenzschutz, soziale Gerechtigkeit und Streitkultur polarisieren unsere Gesellschaft. Mit ‚Österreich spricht‘ will Der Standard die Bruchlinien in unserer Gesellschaft aufzeigen und zugleich auch ein Stück weit überbrücken“, sagt Chefredakteur Martin Kotynek. Indem man Menschen mit möglichst unterschiedlichen politischen Meinungen miteinander ins Gespräch ins Gespräch bringe, hoffe man, dass „ein besseres Verständnis für die andere Seite entsteht.“

Das Projekt wird von redaktionellen Reportagen, interaktiven Geschichten und multimedialen Beiträgen begleitet. Auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von „Österreich spricht" können in Erfahrungsberichten von ihren Diskussionen erzählen. Die spannendsten User-Beiträge werden im Rahmen der Jubiläumsausgabe „30 Jahre Der Standard" online und in der Zeitung veröffentlicht. 

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