Horizont Newsletter

Österreich bei eGovernment unter den Top 3 in Europa

Top Platzierung für Österreich im "eGovernment-Benchmark der EU.
© Adobe Stock

Österreich punktete laut der “eGoverment Benchmark” besonders in den Bereichen “Verfügbarkeit” und “Benutzerfreundlichkeit”. Mit jeweils über 95 Prozent Reifegrad bilden Österreich, Malta und Finnland die Top 3 bei diesem Indikator.

Die “eGovernment Benchmark” der Europäischen Kommission untersucht jährlich den digitalen Reifegrad der Verwaltung in den 28 EU-Mitgliedsländern sowie in Island, Montenegro, Norwegen, Serbien, der Schweiz und der Türkei sowie heuer erstmals auch in Albanien und Nordmazedonien. Als Beurteilungskriterien werden Nutzerzentriertheit, Transparenz, grenzüberschreitende Mobilität und Online-Serviceabwicklungen herangezogen. Österreich, das sich im Vergleich zum Vorjahr um drei Plätze verbessern konnte, belegt bei diesem Ranking den dritten Platz hinter Malta und Estland. Laut Kommission nimtt Österreich eine Vorreiterrolle beim elektronischen Identitätsnachweis sowie der elektronischen Übermittlung von Dokumenten von land A zu Land B ein. In der Unterkategorie E-Zustellung erzielt Österreich mit dem „Recht auf elektronischen Verkehr mit Behörden“ die maximale Punktezahl. Die größten Fortschritte hat Österreich laut der “eGoverment Benchmark” im Bereich “Business Cross Border Mobility” gemacht. Darunter fallen die Online-Verfügbarkeit von Verwaltungsservices für Unternehmen sowie die grenzüberschreitende Einsatzmöglichkeit nationaler eID-Lösungen.

Indes gibt es auch Nachholbedarf: Wenn es um die Nutzung des Online-Kanals für die Erledigung von Amtswegen geht, liegt Österreich jedoch nur knapp über dem europäischen Mittel. Im Bereich “Transparency und Business Start-Up” liegt Österreich noch knapp über dem Durchschnitt, entwickelt sich jedoch deutlich langsamer als die Vergleichsländer. Hier gilt es, das Informationsangebot deutlich und mehrsprachig auszubauen. Derzeit nutzen rund 1,3 Millionen Österreicher für digitale Amtswege die Handy-Signatur. Im Frühling erfolgte der Launch des digitalen Amts, über das Wohnsitzänderungen oder das Beantragen von Wahlkarten möglich sind. Weitere Funktionen sollen ab 2020 folgen. Darunter fällt beispielsweise auch die digitale Hinterlegung des Führerscheins am Smartphone.

Das könnte Sie auch interessieren