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Novomatic & Ibiza: 'Inhaltlich waren wir sattelfest'

'Das ich mich mal mit einem Abend auf Ibiza auseinandersetzen muss, hätte ich nicht gedacht', so Bernhard Krumpel, Head of Group Communications Novomatic.
© Novomatic

‚Ibiza-Gate‘ warf auch auf den Glücksspielkonzern Novomatic ein schlechtes Licht. Unternehmenssprecher Bernhard Krumpel über PR-Krisenbewältigung, Image-Arbeit in Verteidigungsposition und den Schritt in die USA.

 

HORIZONT: „Novomatic zahlt alle“, sagte der damalige Vizekanzler Heinz-Christian Strache im Ibiza-Video und meinte damit Spenden an politische Parteien. Als Konzernsprecher – was war Ihr erster Gedanke, als Sie das Video gesehen haben?

Bernhard Krumpel: Ich war fassungslos. Zu vielen Gedanken bin ich nicht mehr gekommen. Das Telefon hat zu läuten begonnen und die nächsten Tage nicht mehr aufgehört. „Praktischerweise“ hat das Ibiza-­Video genau mein ­Geburtstagswochenende getroffen. Während so andere meinen Geburtstag feiern konnten, durfte ich telefonierend in einer Ecke stehen. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich einmal mit einem Abend auf Ibiza auseinandersetzen muss, bei dem ich gar nicht dabei war (lacht)

Nachdem dann die Krisenkommunikationskette in Gang gesetzt wurde – wie sieht diese aus? Immerhin müsste es sich bei einem Glücksspielkonzern bei der Krisen-PR fast um die Königsdisziplin handeln.

Inhaltlich waren wir sattelfest, da ein paar Tage davor eine Anfrage der ­Süddeutschen Zeitung bei uns eintrudelte, die wir prüften und beantworteten. Ich konnte also ruhigen Gewissens sagen, dass wir weder direkt noch indirekt an politische Parteien gespendet haben. Natürlich sind im konkreten Fall unterschiedlichste Konzernbereiche involviert, insbesondere Group Legal und Group Compliance. Am wichtigsten ist es allerdings, in der Kommunikation, trotz des Stresses, nicht die Mitarbeiterinformation zu vergessen. Die ­Novomatic AG hat immerhin knapp 23.500 Mitarbeiter weltweit. Natürlich müssen wir in der ­Krisenkommunikation krisenfit sein, aber das gilt auch für andere Branchen. Das Wichtigste ist ein tolles Team und ein stressresistenter CEO. Beides haben wir.

Das ganze Interview lesen Sie in Ausgabe Nr. 42/2019 des HORIZONT. Noch kein Abo? Hier klicken!
 

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