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Neue Strategien bei den "NÖN"

Die erste Landeszeitungs-Eingliederung 2015 hat Gudula Walterskirchen noch nicht als Herausgeberin begleitet.
© Rita Newman

Die Landeszeitung wird erneut eingegliedert, damit ändert sich auch die redaktionelle Gliederung wieder.

 

Dieser Artikel ist zuerst in der Ausgabe Nr. 50/2018 des HORIZONT erschienen. Noch kein Abo? Hier klicken!

Das redaktionelle Strategie-Karussell steht bei den Niederösterreichischen Nachrichten weiter nicht still. Seit Kalenderwoche 46 erwartet die Leser der Wochenzeitung bereits zum zweiten Mal ein zusammengeführter Regional- und Landesteil. Seit 2016 hatte es eine striktere Trennung der beiden Bereiche gegeben. Damals hieß es, dass die Zusammenführung zu Kritik von Lesern als auch Mitarbeitern geführt habe. Warum also nun wieder zu dem System zurückkehren? Walterskirchen führt eine Tiefenerhebung unter den Lesern aus dem vergangenen Jahr ins Treffen: „Die Landeszeitung ist nur zu 30 Prozent als Beilage wahrgenommen worden, vielmehr ist sie den Lesern wie Werbung erschienen.“ Dafür sei der redaktionelle Content dann doch zu bedeutend, betont die Herausgeberin auf HORIZONT-Nachfrage. Bei der nunmehr zweiten Eingliederung sei eine logische Abfolge, die den Lesefluss nicht stört, im Fokus gestanden. Von den Lesern habe man bisher mehrheitlich positive Reaktionen erhalten. Nicht von einem Relaunch, sondern vielmehr einer sanfteren Umorientierung will Walterskirchen sprechen. Ein Dreivierteljahr hat der gesamte Adaptionsprozess in Anspruch genommen. Dieser umfasst auch die Einführung der Rubrik „Darüber spricht Niederösterreich“ als Aufmacher. Damit will sich die regionale Wochenzeitung als Themensetzer positionieren. Hintergrundberichterstattung samt Reportage-Elementen und Grafiken sollen für den Leser einen Mehrwert schaffen. Denn gegenüber den Bezirksblättern gelte es, sich als Kauf-Zeitung mit journalistischer Qualität durchzusetzen. Zum Vergleich: Bei 49,4 Prozent liegt die Reichweite des Gratis-Konkurrenten laut MA 17/18 um 17,3 Prozentpunkte höher als jene der NÖN.

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