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Neue Rekordwerte für ORF-Streaming

TVThek-Verantwortlicher Thomas Prantner kann auf das erfolgreichste Jahr seit dem Start des ORF-Bewegtbildportals 2009 zurückblicken.
© ORF/Hans Leitner

Der ORF kann neue Rekordzahlen für den Online-Konsum seiner Bewegtbildinhalte präsentieren; auf der TVThek ebenso wie bei Video-Content im restlichen ORF-Online-Netzwerk. In lichte Höhen gepusht hat die Zahlen vor allem die Fußball-WM.

Mit durchschnittlich monatlich zwölf Millionen Nettoviews hat das ORF-Netzwerk (ORF-TVthek sowie Video-Angebote auf anderen Seiten inkl. Apps wie sport.ORF.at, news.ORF.at, Spezialsites zu TV-Events etc.) 2018 einen neuen Zugriffsrekord für seinen Bewegtbildcontent verbuchen können. Die TVthek allein als Kernprodukt konnte mit monatlich 7,4 Millionen Visits ebenfalls das erfolgreichste Jahr seit der Gründung 2009 einfahren. Die Zahlen bedeuten einen rund zehnprozentigen Zuwachs im Vergleich zu 2017. Als spezieller Treiber dabei fungierte allerdings mit der Fußball-WM im Sommer ein Einzel-Event: So finden sich etwa unter den stärksten Live-Streams des Jahres 2018 nur WM-Content, mit dem Elfmeterschießen zwischen Kroatien und Russland als Spitzenreiter.

Absoluter Rekord-Monat 2018 war dementsprechend der Juni: die Live-Stream- und Video-on-Demand-Angebote des ORF verzeichneten in Österreich insgesamt 19,4 Mio. Nettoviews und 69,8 Mio. Bruttoviews. In Summe lag das Gesamtnutzungsvolumen im Juni bei 349 Mio. Minuten. Damit konnten im Juni 2018 bei allen drei durch die AGTT-Online-Bewegtbild-Messung erhobenen Kennwerten die bisher mit Abstand höchsten Werte seit Einführung der Messmethode erzielt werden. Die Fußball-WM stellte damit, gemessen an den Zugriffszahlen, für sich genommen im vergangenen Jahr quasi ein "Extramonat" für den ORF-Bewegtbildcontent dar.

Schon 41 Prozent Abrufe über Mobile

Die "Live Spezial"-Streams des ORF (ohne zwingend parallel laufendes lineares TV-Signal) waren ebenfalls von Sport dominiert: Alpinski, Formel-eins-Rennen und Tennismatches werden in der Top-Ten-Liste allerdings zwei Mal von Politik durchbrochen - einmal durch die Rücktrittserklärung von Christian Kern als SPÖ-Chef, das zweite Mal durch die Ankündigung von Matthias Strolz, sich als NEOS-Chef zurückzuziehen. Vermischt sind Unterhaltung und News-Content bei den Abrufen on demand: Spitzenreiter waren die "Vorstadtweiber", gefolgt von "Willkommen Österreich" und dem ZiB2-Interview mit Russlands Präsident Wladimir Putin im Juni.

Im Seherverhalten fällt auf, dass Live-Streams länger die Treue gehalten wird als VoD-Sendungen. Bei diesen liegen die Bruttozugriffszahlen oft weit höher, die Streams werden aber verhältnismäßig oft auch schnell wieder abgebrochen, weshalb sie bei den - maßgeblichen - Nettowerten hinterherhinken. Zudem belegen die Zahlen, dass die Online-Videoangebote des ORF auch auf mobilen Devices immer intensiver genutzt werden: 2018 erfolgten bereits 41 Prozent aller ORF -Bruttoviews über mobile Endgeräte, Tablets bzw. Apps. Insgesamt erreichte die TVthek laut den letzten vorliegenden ÖWA-Plus-Zahlen eine Monatsreichweite von 22,6 Prozent und eine wöchentliche Reichweite von 9,3 Prozent.

Prantner sieht sich auf richtigem Weg

Die ORF-TVthek ressortiert in den Verantwortungsbereich von ORF-Onlinechef Thomas Prantner. Die Hauptabteilung Online und Neue Medien ist in der Technischen Direktion angesiedelt (Direktor Michael Götzhaber). Prantner sieht sich durch die Zahlen in seinen Plänen für den Relaunch der TVthek im zehnten Jahr ihres Bestehens bestärkt. Auf die Design-Modernisierung in einem ersten Schritt soll in weiterer Folge der angekündigte ORF-Player folgen, der den gesamten Content des Öffentlich-Rechtlichen zentral abrufbar machen soll. "Damit werden wir wieder einen entscheidenden Schritt in unserer Digitalisierungsoffensive setzen und den ORF als Multimedia-Unternehmen positionieren”, so Prantner.

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