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Mindestgehälter steigen in der Werbebranche

Etwa für Geringverdienende bringt der neue KV Werbung und Marktkommunikation Verbesserungen.
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Nach zweitätigen Verhandlungen haben sich die Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation Wien und die GPA-djp auf einen neuen Kollektivvertrag für 2019 und 2020 geeinigt.

Der Abschluss bringe eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und setzt einen Fokus auf Geringverdienende und Lehrlinge, kommunizieren die Verhandlungspartner in einer Aussendung. Zum Jahresbeginn steigen die Gehälter um 2,2 Prozent plus 20 Euro. Die Lehrlingsentschädigungen werden 2019 und 2020 um jeweils 3,8 Prozent erhöht. Auch Spesen und Nachtarbeit werden beide Jahre jeweils inflationsangepasst. Außerdem stellt man die Eingetragene Partnerschaft der Ehe gleich. „Der neue Abschluss ist vor allem ein zeitgemäßer, weil wir die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtern konnten und Partnerschaften gleichgestellt haben. Im Vergleich zu anderen Branchen haben wir uns auf eine Erhöhung der Mindestgehälter verständigt, die auch den Veränderungen unserer Branche Rechnung trägt“, so Marco Schreuder und Wolfgang Zeglovits von der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation Wien.

Das neue Mindestgrundgehalt ab 1.1.2019 beträgt 1.534,50 Euro. Leonhard Göser, der auf Seiten der GPA-djp die Verhandlungen leitete bezeichnet den Abschluss als einen "tragbaren Kompromiss." Und: "Mit dem Fixbetrag und dem Prozentsatz ist es gelungen, speziell für die niedrigeren Gehaltsgruppen eine deutliche Gehaltserhöhung über der Inflation zu erreichen.“ 

Einen KV in der Werbewirtschaft gibt es einzig in Wien – er gilt für die rund 13.000 Beschäftigten. Insgesamt arbeiten in Österreich rund 30.000 Menschen in der Branche.
 

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