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"Meilenstein für die europäische Contentwirtschaft"

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VÖZ, IFPI, VÖP und Filmwirtschaft begrüßen das Votum der EU-Parlamentarier zum Leistungsschutzrecht.

„Die EU-Parlamentarier sind heute standhaft geblieben und haben sich über die geballte Macht der US-Giganten hinweggesetzt. Dieses positive Votum ist eine nachhaltige Stärkung der journalistischen und kulturellen Vielfalt in Europa", betont der Präsident des Verbandes Österreichischer Zeitungen (VÖZ) Markus Mair in einem gemeinsamen Statement der österreichischen Contentwirtschaft-

„Unabhängiger Journalismus muss fair finanziert werden. In Europa haben sich 5.300 Zeitungstitel und über 15.000 Zeitschriftenverlage mit 50.000 Titeln für diese Reform ausgesprochen. Die Parlamentarier haben einer Handvoll Monopole aus dem Silicon Valley heute eine wichtige Lektion erteilt", so VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger. Nun gelte es laut Grünberger darauf zu achten, diese Standhaftigkeit auch in den Trilog-Verhandlungen zwischen Rat, Kommission und Parlament beizubehalten. „Europa muss jetzt Stärke zeigen und sicherstellen, dass die US-Konzerne das Ergebnis in der Nachspielzeit nicht mehr umdrehen können.“

Schaffung von einheitlichen Spielregeln

Auch Franz Medwenitsch, Geschäftsführer des Verbands der österreichischen Musikwirtschaft (IFPI), begrüßt die Entscheidung des EU-Parlaments: „Das ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einer fairen Entlohnung der Kreativen durch die Internet-Konzerne. Durch die Schaffung von gleichen Spielregeln für alle werden digitale Innovationen und konkurrierende Angebote – ganz im Sinne der Konsumenten – gefördert.“ Jetzt gelte es, die Richtlinie mit einem Beschluss der Mitgliedstaaten ins Ziel zu bringen, wobei die österreichische Ratspräsidentschaft hier eine Schlüsselrolle einnehmen würde. Und Corinna Drumm, die Geschäftsführerin des Verbands Österreichischer Privatsender (VÖP), hält fest: „Ich bin zuversichtlich, dass der finale Kompromiss mit dem Rat allfällige noch bestehende Unschärfen beseitigen wird. Wichtig ist jedoch dieses klare Zeichen des EU-Parlaments für Kreativität und für den Schutz des geistigen Eigentums."

Filmproduzent Danny Krausz betont in seiner Funktion als Obmann des Fachverbands der Film- und Musikwirtschaft in der Wirtschaftskammer: „Es ist ein wichtiger Schritt und ein wichtiges Signal das 'intellectual property' aufzuwerten und in Europa für den Schutz der Kreativen, der Urheber und Rechteinhaber zu sorgen."  

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