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Mehr als 2.000 demonstrierende Drucker

Im Rahmen der gestrigen Drucker-Demo in der Wiener Innenstadt hat die Gewerkschaft den Arbeitgebervertretern eine "Resolution" übergeben.

Zur Durchsetzung eines einheitlichen Kollektivvertrages im grafischen Gewerbe, wollten gestern Abend laut Gewerkschaft (GPA-djp) rund 2.000 Druckerei-Beschäftigte "ein deutliches Zeichen" setzen. Nach der Schlusskundgebung im Rahmen der Demonstration am Ring übergaben der Vorsitzende der GPA-djp Wolfgang Katzian und der Verhandlungsführer im Grafischen Gewerbe Franz Bittner eine "Resolution" an die Arbeitgebervertreter, den Verband Druck & Medientechnik.

Darin werden "eine faire rückwirkende Lohn- und Gehaltserhöhung, keine Verschlechterungen beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie ein einheitlicher Kollektivvertrag für alle Druckereibeschäftigten" gefordert. Zudem hat die GPA-djp eine "Unterstützungsaktion" im Internet (www.gpa-djp.at) gestartet. 



Die Arbeitgebervertreter reagieren indes mit folgender Klarstellung: "Nach erfolgreichen Verhandlungen über verschiedene kostendämpfende Maßnahmen, die sozial ausgewogen waren, trennte die Verhandlungspartner lediglich ein Punkt, nämlich die Reduktion der Sonderzahlungen von jeweils fünf Wochenlöhnen auf die österreichweit übliche Höhe von jeweils einem Monatslohn (4,34 Wochenlöhne). Trotz der fast erreichten Einigung nahm die Gewerkschaft diesen letzten offenen Verhandlungspunkt zum Anlass, die gesamten Verhandlungen als gescheitert zu erklären." Die "völlige Neuverhandlung" des Kollektivvertrages und die angedrohten Streikmaßnahmen, kommentiert Michael Hochenegg, Präsident des Verbandes Druck & Medientechnik mit den Worten: "Das wäre ein Schritt in die völlig falsche Richtung."



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