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Marketing Natives unterstreichen Diversität als Erfolgsbringer

Über 250 Besucher folgten dem Ruf der Marketing Natives in das A1 Headquarter.
© Jolly Schwarz

In ihrem letzten Mitglieder-Event dieses Jahr widmeten sich Marketing Natives der Diversität. Die eingeladenen Speaker waren sich einig: In der Vielfalt liegen große Chancen und Diversität wird für Unternehmenserfolg immer entscheidender. 

Als Gastgeber des Abends im A1 Headquarter begründete CEO Marcus Grausam gleich das Eigeninteresse an der Veranstaltung: Es sei "wichtig, nicht betriebsblind zu werden und von jungen Marketingexperten auch lernen zu können“. Gleich die erste Rednerin des Abends, Rosa Kriesche-Küderli (Executive Strategy Director, Serviceplan Deutschland) streute wie zur Antwort Salz in österreichische Wunden. Sie wies darauf hin, dass Österreich beim europaweiten Gender Equality Rating nur den 21. Platz belege. Um das zu ändern, gelte es, nach drei Regeln zu handeln: „Erstens: Don’t ‚lean in‘ the system. Change the system – das System muss sich anpassen, nicht du. Zweitens: Call it out! – du musst Gender-spezifische Ungerechtigkeiten ansprechen. Und drittens: Wenn die Führungsebene dich und deine Arbeit nicht wertschätzt: Get the fuck out!

Katharina Keilwert (Marketing & Communications, Accenture) und Balázs Lovescher (Manager Finance and Risk & LGBT+ Lead, Accenture) schlossen nahtlos an: „Bis 2025 möchten wir bei Accenture global Gender Equality erreichen“, stellte Lovescher das Unternehmensziel vor - und das aus gutem Grund: Gruppen mit höherer Diversität seien produktiver und kreativer, hätten hausinterne Studien ergeben. „Vielfalt treibt Innovation“, lautete somit das Fazit. Die Thematisierung von Geschlechtergerechtigkeit habe zudem auch zu Sensibilisierung bei anderen Diversitätsthemen geführt.

'Wenn das jemandem nicht gefällt, ist uns das wurscht'

Andrea Gläsemann (Leitende Redakteurin & Lead Forbes Women’s Summit, Forbes) verwies darauf, dass seit der Gründung des Magazins 1917 Frauen Artikel geschrieben hätten. „Bevor man über Phänomene urteilt, gilt es, diese erstmal genauer zu betrachten. Denn eine Devise von Forbes lautet: Diversität ist nachhaltiger Gewinn“, so Gläsemann. Dennoch müsse man "die Stärke haben, seinen Platz zu fordern und Meinungen zu äußern, die polarisieren. Es liegt an uns, die Chance zu nutzen.“ 

Der letzte Talk des Abends wurde im Trio von Alexander Winsauer (CEO, Traktor Wien), Katharina Luger (Strategie und Beratung, Traktor) und Christoph Heshmatpour (Kommunikations-Allrounder, Wiener Linien) gehalten. Bei Traktors Kampagnen mit Fokus auf Diversität  gebe es eine Gemeinsamkeit, waren sich die Beteiligten einig: Sie stoßen oftmals auch auf Ablehnung. Trotzdem wisse man genau, wieso man die Themen anspreche, "und wenn das jemandem nicht gefällt, ist uns das wurscht“, so Heshmatpour. Luger wiederum lobte ihren Auftraggeber: „In der Vielfalt liegen große Chancen und es braucht auf Kunden-Seite auch jemanden, der sich traut, diese Themen zu behandeln“.

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