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Linzer Wirt muss Verwendung von Fußball-Wappen teuer bezahlen

Die kommerzielle Verwendung von Logos sollte jedenfalls mit dem Lizenznehmer vorab abgeklärt werden.
© LASK

Die Verwendung des Wappens des Fußball-Vereins LASK hat für einen Linzer Gastronomiebetrieb nun teure Folgen.

Wie das Portal linza.at am Dienstag berichtet hat, musste der Linzer Gastronomiebetrieb „Josef“ an den Bundesligaklub LASK 21.000 Euro zahlen, weil der Wirt für die Bewerbung von Spielen im TV im eigenen Betrieb das Wappen des Klubs für die Promotion verwendet hat. Zuvor war sogar eine Klage in der Höhe von 62.400 Euro im Raum gestanden, wie es in dem Artikel heißt.

Zwar habe der Wirt eine ordnungsgemäße Lizenz für die Übertragung der Spiele beim jeweiligen Lizenznehmer gelöst, der Verein wurde jedoch nicht gefragt, ob das Wappen verwendet werden dürfe. „Hätten wir bei der Ankündigung nur das Wort LASK hingeschrieben, wäre es kein Problem gewesen. Unsere junge Grafikerin hat sich aber nichts dabei gedacht und auch das Logo des Vereins klein ins Sujet eingebaut”, sagt Josef-Wirt Günter Hager.

Klagsdrohung in Höhe von 62.400  Euro

Der Klub meldete sich darauf mit einer Klagsdrohung in der Höhe von 62.400 Euro wegen Urheberrechtsverletzung. Der Wirt konnte sich mit dem Verein dann in weiterer Folge auf eine Summe von 21.000 Euro einigen.

Gegenüber dem Fußballportal 90minuten.at rechtfertigte sich der Klub: "Konkret geht es unserem Verein nicht um die Übertragung an sich, sondern vielmehr um die widerrechtliche Verwendung der gegenständlichen Bildmarke. Wir haben mit der beklagten Partei Gespräche geführt, dabei den Vorschlag einer außergerichtlichen Einigung unterbreitet. Unser Wunsch war es dabei, einen Vertrag mit einer Lizenzgebühr abzuschließen. Dies wurde vonseiten des Beklagten jedoch abgelehnt“, so die Linzer in einer  Stellungnahme. Der Verein ergänzte: „Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang auch, dass bereits die Spiele gegen Lilleström und Besiktas in der Vorsaison, sowie auch die Spiele gegen Basel und Brügge in dieser Form beworben und übertragen wurden. Wir vertreten ganz klar den Standpunkt, dass, wer mit der Marke LASK Geld verdienen will, auch bereit sein muss, die dafür notwendigen Lizenzen zu bezahlen."

Schriftliche Genehmigung einholen

Mario Pulker, Obmann in der Wirtschaftskammer Niederösterreich in der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, meinte am Mittwoch dazu im Interview mit dem Ö3: „Man kann nicht einfach Fotos oder Logos übernehmen. Es braucht auf jeden Fall eine Zustimmung des jeweiligen Klubs, die man sich schriftlich einholen sollte, keinesfalls nur mündlich, sonst drohen teure Klagen.“ Der Streitwert bei Urheberrechtsverletzungen liege dann schnell über 40.000 Euro.

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