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Leitner geht gegen Dönmez vor

© APA (Hans Punz)

In der Causa rund um die ORF-Sommergespräche wehrt sich Moderator Tarek Leitner nun anwaltlich gegen "die Verbreitung von Unwahrheiten".

In einem Interview in der am Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins „profil“ übt ORF-Moderator Tarek Leitner Kritik am ÖVP-Nationalratskandidaten Efgani Dönmez, der ihm wegen eines gemeinsamen Urlaubs mit Christian Kern Befangenheit beim Sommergespräch mit dem SPÖ-Vorsitzenden vorgeworfen hatte. Er habe bereits Monate vor den Sommergesprächen, so Leitner, den ORF und die Öffentlichkeit „aus eigener Initiative“ über den Urlaub informiert. Dieser Umstand sei dann „mit Unwahrheiten angereichert“ worden, „die sich skandalisieren ließen“. Darauf hätten der ORF und er reagiert, „indem wir dem ÖVP-Kandidaten anwaltlich mitteilen ließen, dass er die Verbreitung von Unwahrheiten unterlassen soll“.

Leitner: „Ich gehe davon aus, dass er dem nachkommen wird.“ Das Sommergespräch mit Sebastian Kurz bezeichnet Leitner im „profil“-Interview als „streckenweise schwierig“. Im Interview mit Christian Kern habe er „keine Hemmungen“ gehabt. Er betreibe seit 30 Jahren „objektive Berichterstattung im ORF“.

Politikern gehe es laut Leitner „oft weniger darum, wie sie in der Sendung waren, sondern wie sie nachher von den Leuten empfunden werden“. Da werde dann oft nachgeholfen. In Zusammenhang mit der Wahl am 15. Oktober sagt Leitner, Wahlergebnisse würden „immer Auswirkungen auf den ORF“ haben. Leitner: „Nachdem diverse Parteien bereits ein neues ORF-Gesetz ankündigen, nehme ich an, dass sie es ernst meinen.“

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