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"Kurier": Personalabbau von bis zu 15 Stellen

Thomas Kralinger: Einsparungsziel bereits zu einem Drittel erfüllt.
David Bohmann
© David Bohmann

Neuer Sozialplan und Fortsetzung des Kostensenkungsprogramms

Nur zwei Tage nach dem Bekanntwerden des Endes vom "Wirtschaftsblatt", die nächste schlechte Nachricht aus der Print-Branche: Beim "Kurier" wird weiter Personal abgebaut. "Von unserem Einsparungsziel von drei Millionen Euro haben wir bereits rund ein Drittel umgesetzt", sagt Mediaprint-Geschäftsführer Thomas Kralinger gegenüber HORIZONT. "Vor dem Bild sinkender Anzeigenumsätze und steigender Kosten werden wir uns mit strukturellen Themen auch in der Zukunft beschäftigen."

Aktuell bedeutet das konkret: "Wir versuchen natürlich wie in den letzten Jahren einvernehmliche Vertragsveränderungen oder auch Auflösungen zu verhandeln. Wenn es nicht gelingt, sprechen wir von bis zu 15 Kündigungen, aber davon gehe ich nicht aus", so Kralinger. Die Maßnahmen würden sämtliche Bereiche betreffen – die Print-Redaktion, die Produktion, Sekretariatsfunktionen. Dafür sollen Arbeitsabläufe und die organisatorische Struktur gestrafft werden.

Kralinger: "Wir haben einen neuen Sozialplan abgeschlossen und dieser enthält verschiedene Veränderungen im Personalbereich – es ist eine Mischung aus Versetzungen, Altersteilzeitregelungen, Pensionierungen und allenfalls auch Kündigungen. Es ist dies die Fortsetzung eines langjährigen Effizienz- und Kostensenkungsprogramms, das auf alle Unternehmensbereiche und keineswegs ausschließlich auf Personalkosten fokussiert ist."