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KommAustria weist Beschwerde gegen Bestellung von Gerhard Koch zurück

Gerhard Koch ist seit März 2019 ORF-Landesdirektor in der Steiermark.
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Die Wahl Kochs zum steirischen ORF-Landesdirektor habe den Vorgaben des ORF-Gesetzes entsprochen.

Die KommAustria stellte in ihrer – noch nicht rechtskräftigen – Entscheidung fest, dass die formalen, gesetzlichen Vorgaben im Zuge des Ausschreibungsverfahrens durch den ORF, durch seinen Generaldirektor sowie durch den Stiftungsrat eingehalten wurden.

Roland Brunnhofer, ehemaliger Salzburger ORF-Landesdirektor, hatte sich ebenfalls als Chef des Landesstudios Steiermark beworben. Nach Kochs Bestellung legte Brunnhofer bei der KommAustria Beschwerde ein – mit dem Argument, dass er die im ORF-Gesetz (Paragraf 26) formulierten Qualifikationskriterien besser erfülle. Das begründete Brunnhofer insbesondere mit seiner beruflichen Vergangenheit.

'Ermessensspielraum nicht überschritten'

Der ORF habe nachvollziehbare Gründe für die Auswahl von Gerhard Koch vorgelegt, die die Qualifikationsanforderungen des ORF-Gesetzes erfüllten, kontert die KommAustria in ihrem Bescheid. Daher haben man nicht erkennen können, dass der Generaldirektor oder der Stiftungsrat des ORF ihren Ermessensspielraum bei der Personalentscheidung für Koch überschritten hätten.

Auf Vorschlag von Generaldirektor Wrabetz wählte der ORF-Stiftungsrat am 28. März 2019 einstimmig den bisherigen Chefredakteur des Landesstudios in der Steiermark, Gerhard Koch, zu dessen neuem Direktor. Koch, der seit 1985 beim ORF Steiermark tätig ist, war zu dem Zeitpunkt bereits seit rund 20 Jahren Chefredakteur und fungierte bis zur Pensionierung des vorherigen Landesdirektors Gerhard Draxler als dessen Vertretung. 

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