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Kleine Zeitung feiert und forciert “multimediale Regionalität”

Regionalfest Lienz
Kärnten-Chefredakteurin Antonia Gössinger (links) beim Fest am Samstag in Lienz.
© KLEINE ZEITUNG/HELMUTH WEICHSELBRAUN

Die "Kleine Zeitung Kärnten" dominiert den Kaufzeitungsmarkt im südlichsten Bundesland. Für Chefredakteurin Antonia Gössinger liegt das Geheimnis des Erfolges in der Verankerung in der Regionalität - auch digital.

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Vor 30 Jahren eröffnete die Kleine Zeitung in Lienz ihr erstes Regionalbüro. Es sollten noch viele weitere folgen. Am Samstag war das Anlass für eine Feier in Osttirol.

Inzwischen gibt es 18 eigene Regionalausgaben, sieben davon in Kärnten und eine in Osttirol. Der Erfolg gibt der Zeitung aus dem Styria-Verlagshaus Recht. In Kärnten und der Steiermark ist die Kleine Zeitung die am meisten verkaufte Tageszeitung - noch vor der Kronen Zeitung. Angestoßen hat am Wochenende auch der erste Regionalbüroleiter in Lienz, Hubert Patterer - er ist inzwischen Chefredakteur der Kleinen Zeitung

Für Antonia Gössinger, seit 2015 Chefredakteurin der Kleinen Zeitung Kärnten, ist die "Verankerung in der Regionalität” das Erfolgsgeheimnis. Den Erfolg will sie mit ihren rund 70 Mitarbeitern  auch Online weiterführen. “Wir haben sehr früh - nämlich in den 90er-Jahren - mit der Online-Berichterstattung begonnen und haben uns Print umorientiert auf ein tägliches Magazin. Online ist die schnelle Berichterstattung und die Print-Ausgabe ist die vertiefte.”

“Bei uns macht jeder alles”

Print- und Online-Redaktion sind inzwischen verschmolzen: “Das heißt bei uns macht jeder alles”, sagt Gössinger. Damit könne man die regionale Kompetenz noch viel stärker ausspielen. “Jede Regionalausgabe hat ihre eigenen Seiten und ihre eigenen Social-Media-Auftritt. Diese Regionalität spielen wir schon multimedial.”

Gratis ist das freilich nicht. Die Kleine Zeitung war eines der ersten Medienhäuser Österreichs, das eine Bezahlschranke eingeführt hat. Nach einem einmonatigen Test-Abo muss gezahlt werden. “Und trotzdem haben wir die Zugriffszahlen, die wir vor der Vergebührung gehabt haben, überflügelt”, sagt Gössinger. 

Erfolg mit Streaming

"Wir merken, dass wir bei regionalen Geschichten am meisten Paid conversions, also Abo-Abschlüsse, erzielen. Zuletzt haben wir zum Beispiel die Testspiele der Eishockey-Mannschaften VSV und KAC live gestreamt und dabei haben wir vergangenes Jahr einen Rekord an Abos erzielt und heuer erneut. Das ist eine regionale Besonderheit.”

 

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