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Kapsch feiert 125 Jahre: So will sich das Unternehmen positionieren

© Kapsch

Ein österreichisches Traditionsunternehmen, das es in die weite Welt geschafft hat. Mit der Jubiläumskampagne möchte sich Kapsch nun sichtbarer positionieren.

Dieser Artikel erschien zuerst in der Print-Ausgabe des HORIZONT, Ausgabe 29-30/2017.

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Es hat wohl Geschichte, weil es seit über einem Jahrhundert für die Zukunft arbeitet. Das österreichische Traditionsunternehmen Kapsch feiert seinen 125. Geburtstag. Was mit der Herstellung von Morse- und Telegrafenapparaten begann, nahm mit Radios, Fernsehgeräten, Batterien, LKW-Mautsystemen oder Telekommunikation und Medientechnik seinen Lauf und führte zu Standorten auf der ganzen Welt.

„125% dedication“ heißt der Claim der aktuellen Jubiläumskampagne, realisiert von Serviceplan München und Wien, der „Leistungsbereitschaft, Begeisterung und den Einsatz“ der 6.800 Mitarbeiter definiert, so Alf ­Netek, CMO Kapsch Group, gegenüber HORIZONT. Kapsch verstehe sich als Teil der österreichischen Identität. „Jede Generation hat irgendwann und irgendwo mit dem Unternehmen, mit seinen Produkten und Lösungen zu tun gehabt. Inzwischen ist das Unternehmen 125 Jahre alt, ein Weltkonzern und dafür seltsam unsichtbar“, so Netek. Weil es seine Angebotspalette radikal geändert habe, und weil „es nicht mehr so sehr auf das reale Produkt, auf ein Ding aus industrieller Produktion ankommt, als vielmehr auf intelligente Lösungen technischer Natur.“

,Optischer Bestandteil des Alltags‘

Kapsch versteht sich als Innovationstreiber, der sich seiner Bedeutung, zumindest in Österreich, durchaus bewusst ist. „Man kennt uns, wir müssen niemanden mit aller Gewalt auf uns hinweisen“, so Netek. Mit der Jubiläumskampagne, die im Herbst ihren Höhepunkt finden soll, sollen aber die Wegmarken für Kommunikation und Marketing der nächsten Jahre gesetzt werden, um das Unternehmen „wahrnehmbarer“ zu machen. So wurden im Rahmen der Kampagne Straßenbahnen und Taxis gebrandet und LED-Räder auf die Straße geschickt. Hinzu kommen Print- und Online-Inserate, City Lights und Öffi-Wartebereiche, die an 125 Stationen die Unternehmensgeschichte abbilden. „Wir werden schneller als man glaubt zu einem integralen optischen Bestandteil des Alltags. Und damit machen wir eigentlich nur sichtbar, was Kapsch schon ist. Schlicht und einfach in vielen Bereichen vertreten“, erklärt Netek das Konzept.

Neben Virtual Reality setzt Kapsch außerdem auch auf Testimonials wie Mumok-Direktorin Karola Kraus, Konzerthaus-Leiter Matthias Naske und den Dirigenten Teodor Currentzis. Über Currentzis sagt Netek: „Er arbeitet mit Neuem und Altem, er strebt danach, die Welt neu zu finden und zu beschreiben, er will sie gewinnen mit Wissen, Hingabe, Können und dem Streben nach Perfektion.“ Er verkörpere so „den Geist von Kapsch“.

Für Netek beruhe erfolgreiche Markenbindung außerdem darauf, „den Kunden auf eine lebenslange, gemeinsame Reise einzuladen“. Zudem möchte sich das Unternehmen künftig als Thought Leader positionieren, etwa indem „Persönlichkeiten des Unternehmens Artikel publizieren, sich zu Wort melden, indem Videos und Forschungsergebnisse veröffentlicht werden.“

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