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Journalismus: Wege aus der Bredouille

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Panel bei den Österreichischen Medientagen: „Journalismus: Wege aus der Bredouille“ – zwischen Aktivismus und Objektivität, zwischen Vertrauenskrise und Selbstüberschätzung – der Journalismus steht am Scheideweg. Während seine gesellschaftliche Leistung heute wichtiger denn je scheint, wird seine Finanzierung über das klassische Mediengeschäft schwieriger. Muss sich Journalismus neu erfinden? Es diskutieren Jan Fleischhauer (ehem. Spiegel, künftig Focus), Florian Gless (stern.de), Anneliese Rohrer (Die Presse) und Michael Fleischhacker (Quo Vadis Veritas).

Journalismus-Krise, Fake News, Vertrauensverlust. Schlagworte wie diese prägten die Debatte über die Rolle von Medien in den letzten Jahren. Als wohl prominentestes Beispiel steht der Fall Relotius für das angekratzte Image des Journalismus. Und trotzdem haben Medien bei allen Abgesangs-Beitönen ihre Rolle in der Gesellschaft bewahrt und untermauert, Zuwächse bei US-amerikanischen Zeitungen auch durch die Angriffe Donald Trumps untermauern das. Das Vertrauen in klassische Medien ist in der EU immer noch hoch, eine Erhebung der europäischen Kommission zeigt etwa, dass fast 60 Prozent dem Radio vertrauen, exakt die Hälfte dem Fernsehen und 47 Prozent gedruckten Nachrichten. Der fehlende Wert auf hundert Prozent allerdings weist eine Vielzahl an Skeptikern auf, die den Medien eben nicht vertrauen.

Auch die Nachrichtenaffinität der Österreicher an sich steigt: Ein Viertel kann als „Nachrichten-Enthusiasten“ bezeichnet werden, zeigt die aktuelle Österreich-Auswertung des „Reuters Institute Digital News Report“. In breite Zustimmung mischt sich aber auch ein leicht sinkendes Vertrauen, viele mutieren zu Schlagzeilen-Lesern, bei Jungen steigt die Bedeutung von Social Media. Wie das den Journalismus an sich verändert, und welche Szenarien es für die Zukunft braucht, diskutiert ein hochkarätiges Panel bei den Österreichischen Medientagen unter dem Titel „Journalismus: Wege aus der Bredouille“.

Infos zum Programm und Tickets unter www.medientage.at.