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Internes E-Mail-Marketing gehorcht eigenen Regeln

Die größten Unterschiede zum Mail-Marketing nach "außen" macht das Unternehmen beim bestmöglichen Versandzeitpunkt aus.
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Auf die wachsende Bedeutung von internem E-Mail-Marketing vor allem zum Employer Branding, weist der deutsche E-Mail-Marketer artegic in einer Aussendung hin. Dieses gehorche jedoch eigenen Regeln, die nach außen gerichteten Kampagnen zum Teil diametral entgegengesetzt sei.

Egal, ob beim Onboarding neuer Mitarbeiter oder beim Employer Branding - internes Mail-Marketing wird weiterhin unterschätzt, befindet das 2005 gegründete Fraunhofer Spin-Off. Es müsse jedoch professionell betrieben werden, da sonst die gewünschten Effekte ins Gegenteil umschlagen und "genervte" Arbeitskräfte hinterlassen können, wird gewarnt. Aus der eigenen Mail-Marketing-Erfahrung macht artegic Grundsätze aus, die es zu beachten gelte, etwa die Länge von Mails: Mehr als 400 bis 500 Wörter, oder zwei Minuten Lesezeit, sollten diese nach Möglichkeit nicht umfassen, ebenso gelte es auf eine aussagekräftige Betreffzeile zu achten - alles andere halte auf, was nicht zuletzt auf Kosten der Arbeitszeit gehe.

 

 

Sparsam solle man auch bei der Frequenz sein, wird geraten und eine die wöchentliche Versendung von internen Newslettern oder ähnlichem als Richtwert empfohlen. Studien zeigten die besten Öffnungsraten bei dieser Taktung. Die Frequenz solle dann aber auch eingehalten werden, da Berechenbarkeit in diesem Fall Sympathien schaffe. Im Hinblick auf die Gestaltung werden zwei Wege empfohlen: Kompakt zu haltender Content solle zur Hälfte mit Bild- und zur anderen Hälfte mit Textinhalten gegliedert werden. Wenn es umgekehrt einmal mehr Worte braucht beziehungsweise die Ernsthaftigkeit des Inhalts unterstrichen werden solle, solle auf Bilder weitgehend verzichtet werden.

Der richtige Zeitpunkt zählt

Die größten Unterschiede zum Mail-Marketing nach außen macht artegic beim bestmöglichen Zeitpunkt des Versendens aus: "Bei der Versandzeitoptimierung von externen Marketing-Mail wird oft dazu geraten, abends nach der Rush-Hour zu versenden, oder an Wochenenden und nicht an Montagen, da die Menschen dann mit ihrer Arbeitswoche beginnen und zunehmend gestresst sind, weshalb Sie von Marketing-Mails eher genervt sind und sich kaum Zeit dafür nehmen. Für Ihre interne Kampagne gilt fast das genaue Gegenteil als optimale Versandzeit. Untersuchungen ergaben, dass zu Beginn der Woche, sprich montags aber auch dienstags, die Aufmerksamkeit für interne Mailing-Kampagnen am höchsten ist." Zudem gelte es naheliegenderweise den Beginn eines durchschnittlichen Arbeitstages als Versandzeitpunkt zu wählen.

Zu guter Letzt solle man "auch beim internen E-Mail-Marketing an die Segmentierung denken. Nicht jede Information ist für jeden Mitarbeiter wichtig oder interessant." Der Segmentierung folgend müssten auch die Inhalte und die Gestaltung der Mail angepasst werden, wird betont.

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