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Initiative will ORF und freie Medien stärken

Im Zentrum der Kampagne "Wir für den ORF" stehen neun Forderungen an die wahlwerbenden Parteien.
© Wir für den ORF

Plattform "Wir für den ORF" will Unabhängigkeit des Senders zu Thema im Wahlkampf machen.

Die Aktion "Wir für den ORF" formuliert mit breiter Unterstützung Ziele für mehr Medienfreiheit. Hinter der Plattform stehen prominente Personen wie Philippe Narval (Forum Alpbach), Rubina Möhring (Reporter ohne Grenzen), Daniela Kraus (Presse­club Concordia), Maria Mayrhofer (#aufstehn), Chris Lohner (Autorin, Moderatorin, Schauspielerin) und Gerhard Ruiss (IG Autorinnen und Autoren). Zu den Forderungen der österreichweiten Initiative zählen unter anderem eine Entpolitisierung des ORF-Stiftungsrats und die Beibehaltung des Programmentgelts. Bei der Kampagne soll es aber nicht nur um den ORF, sondern um alle Medien gehen. "Message Control darf sich nicht wiederholen", betont Ruiss. "Es geht um die Unabhängigkeit und die Freiheit sämtlicher Medien." Wichtig neben der Unabhängigkeit des Aufsichtsgremiums und einer Finanzierungsform, die den öffentlich-rechtlichen Rundfunk "nicht erpressbar macht", sei auch, dass der ORF seine Inhalte länger als sieben Tage in der TVthek zeigen dürfe, sagte Daniela Kraus, Geschäftsführerin des Presseclub Concordia. "Was wir uns wünschen als Vertreter der Zivilgesellschaft ist ein ORF, der seine Unabhängigkeit hochhält, aber der auch mit der Zeit geht", erklärte Maria Mayrhofer von der Initiative #aufstehn.

Visuell schlägt sich die Aktion in einem Sujet wieder, das von Francesco Ciccolella, international gefragter Illustrator etwa für den New Yorker, den Guardian und Die Zeit, sowie von den grafischen Gestalterinnen Maria Kranzler und Jana Frantal realisiert wurde. 

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